Sonntag, 29. November 2009

Joe Sacco Interview im Guardian

OJE, das Interview mit Joe Sacco im Guardian ist mir völlig durch die Lappen gegangen!
Hier nochmal der Hinweis auf sein neues Comic:

Footnotes in Gaza Preis ca 26 ,- Euro
Rafah, a town at the bottommost tip of the Gaza Strip, has always been a notorious flashpoint in one of the world's most intractable conflicts. One bloody incident in 1956 left 111 Palestinian refugees dead, shot by Israeli soldiers. That day in Rafah - cold-blooded massacre or dreadful mistake - reveals the competing truths that have come to define an intractable war. Spanning fifty years, moving between one war and the next, alive with the voices of fugitives and schoolchildren, widows and sheikhs, Footnotes in Gaza captures the essence of a tragedy.(Previews)
Und natürlich ->HIER<- der Link zum Interview im Guardian!

Samstag, 28. November 2009

bei uns nun vorrätig...

Ed Brubaker & Sean Phillips - Incognito TP
Preis: 17,95 Euro
From the award-winning team that brought you SLEEPER and CRIMINAL comes their strangest and most twisted tale yet — INCOGNITO. Zack is a file clerk in a dead end job... or is he really a super-villain hiding in Witness Protection? As his powers begin to return, our anti-hero's life begins to unravel in a dark and explosive fashion. INCOGNITO is sexy black comic pulp tale that you'll never forget!(Previews)

Erste Fotos: Hawkman & Green Arrow, Doc Fate & StarGirl


"Smallville" photos   c) 2009 WB & DC (via "EW")

"Entertainment Weekly" hat  zwei weitere Fotos aus dem Spielfilm "Smallville: Absolute Justice", der Anfang Februar im US-Fernsehen Premiere haben wird. Foto ganz oben: Hawkman & Green Arrow im Clinch (sieht aus wie eine Sequenz aus "Identity Crisis" oder einem 70er Jahre "JLA" Heft); Foto darunter: Doctor Fate und StarGirl (in Kostümen, wie sie z.Zt. innerhalb der "Justice Society Of America"-Heft -Serie zu sehen sind!)

Den ersten (sehr kurzen!) Trailer für "Smallville: Absolute Justice" gab's hier!
(Das "Official Smallville Magazine" sowie  Begleitbücher gibt's bei uns im UNFUG, ebenso wie Magazine und Comics zu TV-shows wie SUPERNATURAL, HEROES & Co.)

Freitag, 27. November 2009

DEUTSCH FÜR DEN AUSLÄNDER - Fünf Meter größer als Gott!

::: NEWSBREAK vom Verlag GROSSKONZERN ::: Herausgeber von "DEUTSCH FÜR DEN AUSLÄNDER" :::
via e-mail:  Hallo liebe Leute vom Groben Unfug!

Anbei ein Link zu einem Kurzfilm, den wir (der GROSSKONZERN) auf der
Frankfurter Buchmesse gedreht haben. Als Gaststars grüßen Eckart von
Hirschhausen, Roland Koch, Stefan Aust, Lilo Wanders und Elke Heidenreich.
Voilà: http://www.vimeo.com/7812446
Beste Grüße, Lieblingskunden!
Florian Lamp



Das Buch ist bei uns erhältlich. Wir haben es bereits hier am 25.9.09 schon mal vorgestellt.
Und nochmal zur Info der Pressetext: "Wer kennt das nicht aus seiner Schulzeit in den 80er und 90er Jahren. Zu Anfang des Englisch-Unterrichts gab es Standardwerke wie „Learning English“ auf den Tisch, die sicher grammatikalisch und lerntheoretisch auf dem neuesten Stand waren, leider aber todlangweilig.

So lernte man die Sprache an Hand einer „typisch englischen Familie“ kennen. Vater Mason war Busfahrer in einem roten Doppeldeckerbus, die Kinder hörten tagein tagaus die Beatles, Mutter Mason trank immer pünktlich zur Tea-Time um 5’o clock zusammen mit der Nachbarin ihren Tee und am Wochenende wurden Ausflüge zum Buckingham Palace oder zum Big Ben unternommen. Das ganze war illustriert mit grauen Bildern aus London und verströmte einen Muff, der für gähnende Langeweile sorgte. Dasselbe Drama wiederholte sich dann ein paar Jahre später im Französisch- Unterricht – dieses Mal mit den Lerouxs.

Donnerstag, 26. November 2009

Astro Boy Nachschlag



PLUTO!

gestern eingetroffen:
Naoki Urasawa - Pluto Vol. 06 TP
Preis 12,95 Euro
Plot Summary: Based off of a story arc from Osamu Tezuka's Tesuwan Atomu, Pluto follows the Europol detective Gesicht as he tries to uncover the mystery behind a string of robot and human deaths. The case becomes much more puzzling when evidence leans toward the murders being the work of a robot, which is something that hasn't happened for 8 years.(ANN)

Bonbonfarben und Madenfrass. "Jenseits" wagt den Spagat.




Allzu niedlich ist die Covergestaltung dieses Comics ausgefallen, allzu gefällig ist die Wahl der Farben, niedliche Pastelltöne und Aquarelloptik schmeicheln dem Auge. Ein Kinderbuch, so könnte man denken, ein Märchen, ein ganz zuckriges Stück Kunst, wären da nicht diese großen Finger am Bildrand.

Dieses sanfte Bilderbuch ist nur auf den ersten Blick bezaubernd, der zweite Blick aber offenbart Brutalität, Grauen und Gewalt - es floss Blut, dort wo nun die Feen wandern.

Unterhalb der konventionellen Struktur einer Fabel, welche mit dem altbekannten stereotypen Personal (der Prinzessin, dem Prinzen, der für den Fortbestand der höfischen Rituale unverzichtbaren Zofe, der wagmutigen Heldin, dem unnahbaren Beau) nahezu klassisch erzählt, verbirgt sich ein Diskurs über das Leben nach dem Tod, welcher in dieser Form neu und einzigartig ist.

Dem Autorentrio, sprich dem Duo Kerascoët alias Marie Pommepuy (Story) & Sébastien Cosset (Zeichnungen) und dem Szenaristen Fabien Vehlmann, gelingt ein heimtückiger Augentrick, dieser Comic ist keine leichtverdauliche Ware für Kindergemüter, sondern eine schockierende pathologische Fallstudie.

Während eine vordergründig harmonisch Geschichte erzählt wird, über die Selbstorganisation einer kleinen Gemeinde von Fabelwesen, verrottet im Hintergrund der Leib eines Kindes. Die putzigen Gestalten beweisen ihre symbiotischen Fähigkeiten und nutzen den, auf dem Waldboden verstreuten Inhalt der Schultasche des Opfers als Materialien zum Wohnungsbau, Hefte werden zu Dächern für die kleinen Häupter und Kekspackungen zu Verkaufstheken.

Stück für Stück wird sichtbar, dass all diese putzigen Gesellen ebenso als parasitärer Befall einer Leiche betrachtet werden könnnen, die forensische Entomologie hält Einzug in die Märchenwelt.

Diese ebenso kluge wie erschreckende Überkreuzung der beiden Ebenen, zwischen Wissenschaft und Mär, der stete Perspektivenwechsel zwischen Inzenierung von Verfall und Fäulnis und dem konstrastierenden buntem Treiben, der organisatorische Zusammenhang zwischen der verwesenden Kinderleiche und dem Aufblühen der Gemeinschaft machen diesen Comic zu etwas Aussergewöhnlichem, zu einer Prüfung für das geschulte Auge.

Hat man das Grauen einmal erkannt, schreckt man auf, doch es bleibt nicht bei dieser Parallelmontage von Gaukelei und Mord, sondern eine Wanderbewegung setzt ein, welche die hintergründige Gewalt in den Vordergrund rückt. Innerhalb der Ansammlung der Figuren kommt es zu Exzessen extremer Gewalt, ausgegrenzte Geschöpfe werden bei lebendigem Leibe in der Federmappe der Toten beigesetzt, die Tötung wiederholt sich, diesmal unter den Augen der applaudierenden Mittäter.

Alles beginnt mit dem Blutrausch der Prinzessin, deren Gefolge - ganz genrekonform - den Taten nicht widerspricht, sondern sie sogar unterstützt. Kerascoët denunzieren und demontieren die Machtgefüge des Märchens und machen so etwas ganz anderes sichtbar, denn viele der weltbekannten Kindergeschichten berichten unhinterfragt von Gewalt und Tod - die beiden Texter importieren nun weltliche Gewalt in diese Erzählweise und ermöglichen somit ein weitreichendes Nachdenken über Macht und Willkür.

"Jenseits" ist ein weiteres spannendes Experiment, welches zu beweisen versucht, dass der Comic auch imstande ist äusserst ernsthafte Thematiken abzubilden, aber diesmal wird zusätzlich der Nachweis erbracht, dass der graphische Roman von Madenfrass auch durchaus in Pastelltönen berichten kann.