Dienstag, 4. Juni 2013
das neue U-Comix
Update (3): "DCs NEW 52": September ist "Villain Month" * Schurken übernehmen die DC Heft-Reihen * alles mit "3-D"- Covers * "Batman Dark Knight" wöchentlich!
Seit 2011 ist der September stets der "big month" für DC Comics:
Im September (2011) wurde das DC Universe "neu-gestartet" ("The New 52"), im vergangenen September erhielten alle regulären DC Serien eine Zero Issue ( # 0) und in diesem September übernehmen die Super-Schurken des DCU die Heft-Serien der Helden!
Die Co-Publishers von DC Entertainment, Dan DiDio und Jim Lee diskutierten kürzlich mit der Entertainment -website buzzfeed den kommenden Spät-Sommer-"Event" und erklären dabei auch in welchem Verhältnis der "Villain Month" zu den Ereignissen in den drei "Justice League" -Serien ("TRINITY WAR") stehen wird.
Zu den Details gehört auch, das die Covers aller Heft-Titel im September in einem speziellen neuen Druckverfahren hergestellt werden, mit dem ein "3-D"-Effekt (ohne das man hierfür eine 3-D-Brille nutzen muß) simuliert wird; alle Hefte erhalten daher Karton-Cover!
"Batman: Dark Knight" wird im September wöchentlich erscheinen (## 23.1 bis 23.4); jedes der Cover zeigt Batman besiegt und in Ketten gelegt durch einen seiner Gegner...
...und mindestens einer der (bekannten) Charactere soll "dauerhaft dramatisch verändert" werden... (naja, wie in jeden dieser DC- & Marvel- Events...)
Hier ein kurzer Interview-Auszug:
Jim Lee:
Forever Evil is going to be a seven issue limited series. Trinity War is a crossover that happens within the Justice League family of books.
Dan Didio:
We have three different Justice League teams and Trinity War sets each one of those teams against each other. There’s Justice League, written by Geoff Johns and drawn by Ivan Reis, Justice League of America, written by Geoff Johns and drawn by Doug Mahnke, and then we have Justice League Dark, which is co-written by Jeff Lemire with Ray Fawkes, art by Mikel Janin.
buzzfeed:
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| 3-D - animated gif - Simulations via DC c) 2013 |
Dan Didio:
They might make it through September, but I can’t guarantee they’ll make it through the entire series. That includes what might be one of the most talked about events for DC Comics this year. One of our major recognizable characters will be affected in a very dramatic way.
Jim Lee:
If you’re going to do an event that impacts the entire universe, there have to be consequences or repercussions, and this one is going to be meaningful. It all comes out of the great story starting in September.
mit Dan Didio und Geoff Johns auf
Neben der 7-teiligen "Forever Evil" limited series, die sich mit den Nachwehen des "Trinity War" beschäftigen wird, kündigte DC (via USA TODAY) weitere mini-Serien an.
Während in der Hauptserie "Forever Evil" (von Geoff Johns & David Finch) gezeigt wird, wie die Super-Schurken die Macht auf der Erde ergreifen (nachdem die drei Justice Leagues offensichtlich nach dem "Trinity War" nicht mehr im Einsatz sind!) widmen sich die weiteren Minis anderen Aspekten der Storyline.
Matt Kindt wird, während "Forever Evil" läuft, die "JLoA" für fünf Ausgaben übernehmen, die -wie manch anderer DCU-Titel auch- Crossover zu "FE" haben werden. Diese drei zusätzlichen Mini-Serien werden aus jeweils 5 Ausgaben bestehen:
"Forever Evil: Rogues" von Autor Brian Buccellato und Zeichner Patrick Zircher, mit Fokus auf die "Flash"-Schurken.
"Forever Evil: Arkham War" von Pete Tomasi & Scot Eaton
"Forever Evil: ARGUS" von Autor Kindt (Zeichner noch unbekannt).
UPDATE (2):
Diese Abb. sind ohne "3-D"-Effekt; die veröffentlichten Hefte haben aber 3-D- Cover-Images: die Titelbilder von BATMAN: DARK KNIGHT ## 23.1 bis 23.4
emails von JULES… heute: "Hilda und der Mitternachtsriese"
Bei einem Erwachsenen reicht ein Schatten unter Wasser oder die bekannte Filmmusik um an "Jaws" zu denken und den ganzen Film abzuspulen. Kleine Kinder beeindruckt sowas wenig. Die sind dann eher gelangweilt. Dachte ich zumindest. Bis zu dem Tag an dem ich das Vergnügen hatte einer Tischunterhaltung im Kindergarten zuzuhören.
Ich war zu früh, wollte meine Tochter nicht aus der Vesperrunde rausreißen und entschloss mich daher mich am Rand dazuzusetzen und ein wenig zu dösen. Genauer gesagt waren es drei verschiedene Tische mit jeweils einem eigenen Gesprächsthema, das offensichtlich nicht von einer Erzieherin vorgegeben war. Die Erzieherinnen bereiteten gerade etwas im Nachbarraum vor.
Tisch 1 hatte als Thema, was für ein böser Mann Saddam Hussein ist. Wir reden hier über das Jahr 2007. Und von etwa zwei- bis fünfjährigen Kindern. Etwas später stellte sich heraus, dass die eine Mama Fernseh-Redakteurin war und ihre Tochter so nebenbei hervorragend informiert über die üblen Seiten der Politik. Die sehr üblen Seiten der Politik. Hallo? Müssen Kinder in dem Alter sowas wissen?
Tisch 2 hatte nach etwas reinhören auch ein spannendes Thema: "Wann genau stirbt man eigentlich, wenn man aus einem Hochhaus springt?" Gleiche Altersklasse. Und ich weiß wirklich nicht, wie die auf DAS Thema gekommen sind. Aber ich weiß sehr gut, wie erleichtert ich war, dass mich meine Tochter NICHT fragte: "Mama, wann genau…? Hmm?"
Was hätte ich denn antworten sollen?
"Ja Schatz, dann hat man noch ganz viel Zeit, also bis man unten ist, also man kann dann noch … nachdenken … über …" Aaaargh. "Nein Schatz. Man wird direkt ohnmächtig und merkt gar nichts mehr. Magst du noch ein Eis?"
Tisch 3, an dem meine Tochter saß. Also Tisch 3 hatte ein schönes Thema: Schmetterlinge sind toll! Ich war so erleichtert und die Vesper dann auch vorbei.
Vielleicht unterhielt sich meine Tochter vorher/nachher auch über übles Zeug. Ich weiß es nicht. Aber ich wußte danach, dass man kleine Kinder nicht unterschätzen sollte.
Kommen wir zum Punkt:
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Luke Pearson Hilda und der Mitternachtsriese Hardcover | 44 Seiten | DIN A4 Reprodukt ISBN 9783943143577 18 Euro |
Das Buch "Hilda und der Mitternachtsriese" spielt sehr schön mit den Auslösern zum Kopfkino. Es beginnt mit einer Kleinfamilie, die anscheinend komplett isoliert in einem kleinen Haus in den Bergen lebt und von Steinwerfern attackiert wird. [Hand hoch, wer jetzt an einen Klassiker denkt, der Sorte "Unschuldige Familie in einsamen Haus wird von bösen einheimischen Hinterwäldlern belauert"]
Ist aber nicht so. Sind zwar böse einheimische Hinterwäldler. Aber nur sehr kleine. Die diese Kleinfamilie als Eindringlinge sehen und um ihr Recht dort zu leben kämpfen. [Hand hoch, wer an das typische Motiv denkt "ignorante Amerikaner bauen Einfamilienhaus auf altem Indianer-Friedhof/Heiligtum"]
Ist aber nicht so. Kleinfamilie verschanzt sich zwar im verdunkelten Wohnzimmer während die Steine fliegen. Aber es sind wirklich nur kleine Steinchen, von sehr kleinen Angreifern.
Dann kommt der Riese.
Riesiger, amorpher, schwarzer Schatten.
[Hand hoch, wer als Kind Alpträume von schwarzen Schatten mit rot glühenden Augen hatte. Also alle bitte jetzt, ja?]
Ist aber nicht so.
Ist aber vor allem nicht so, da die Heldin ein kleines Mädchen ist, das sich nicht fürchtet, sondern sauer ist. Und kämpft. Wobei "kämpft" es nicht wirklich trifft. Sie tut eben einfach nur das Naheliegende. Und das Naheliegende ist am nächsten Morgen mit den kleinen Angreifern zu kommunizieren und sich wortwörtlich die Augen öffnen zu lassen.
Wobei man mit offenen Augen dann eben nicht nur erkennt, dass diese Kleinfamilie in aller Unschuld die Behausungen der Elflinge platt trampelt. [Also, da facto ist die Kleinfamilie das Problem. Hand hoch, wer jetzt an einen beliebigen Horrorfilm denkt, basierend auf dem Thema "Umweltzerstörung rächt sich ganz böse und nachhaltig".]
Sondern auch, dass diese Elflinge in einer 1A-Behörden-Politiker-Struktur reden, denken, handeln. (Was für Erwachsene einen durchaus amüsanten Wiedererkennungswert hat. Für Kinder vielleicht auch? Weiss man's? War Saddam Hussein Tischgespräch?)
[Aber ab da endet, die Erwartungskette im Kopfkino. So ziemlich. Hand runter!]
Die mutige, kleine Heldin löst dann so nach und nach die Probleme der Elflinge, des Riesens (nicht inhaltlich miteinander verbunden)
- und sogar ihrer Mutter.
Bis zum Finale.
Einem Happy-End.
Zumindest für 2/3 der beteiligten Gruppen.
Ein sehr schönes Happy-End.
Und der traurige Rest? Hat auch in der Episode ein "End", das aber zugleich ein Neubeginn ist. Was ja nicht das schlechtes Ende ist.
Also ein für Kinder sehr empfehlenswertes Buch mit Wortwitz, guten Zeichnungen und einer Geschichte, die Leser jeder Altersstufe auf jeweils IHREM Level von Kopfkino abholt.
euer JULES
Luke Pearson Signierstunde
Donnerstag 6. Juni * 17 Uhr
Torstrasse 75 * Berlin-Mitte
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Montag, 3. Juni 2013
die schönsten Tweets zum Deutschlandbesuch von Luke Pearson
Große Freude! Am Donnerstag ist Luke Pearson im @GroberComics!! :)
— Phil (@philipp) June 2, 2013
Luke Pearson stammt aus Loughborough. Robin Hood Land. Hilda, the new Marian. #CFM13 #Comics
— culturbild @ CFM13 (@JoergSchroeder1) 2. Juni 2013Hier nun der Filmmitschnitt des Künstlergesprächs mit Luke Pearson: splashcomics.de/php/messen/ber... #cfm13
— splashpages (@splashpages) 2. Juni 2013Meine #cfm13 Beute: Signierte "Hilda und der Mitternachtsriese" von @thatlukeperson Many Thanks! twitter.com/lesbarkeit/sta...
— Sabine Kulenkampff (@lesbarkeit) 2. Juni 2013Wieder in der Signiermühle: Luke Pearson. *cm twitter.com/ReproduktComic...
— Reprodukt (@ReproduktComics) 1. Juni 2013Dialog des Abends: Heiner Lünstedt: Is anything different in the German version of Hilda?- Luke Pearson: Well, it's in German. #Peng #cfm13
— Zeparu (@Demon_Zeparu) 30. Mai 2013Luke Pearson ist ein Familienmensch. Schwester coloriert, Ingenieur-Bruder macht Wikingerstories und seine Freundin ist Storyhilfe. #CFM13
— culturbild @ CFM13 (@JoergSchroeder1) 30. Mai 2013Luke Pearson zeigt mit seiner #Hilda-Serie die vermixte Genealogie skandinavischer, germanischer und britischer Kulturen. #CFM13 #Comics
— culturbild @ CFM13 (@JoergSchroeder1) 30. Mai 2013Jetzt: Luke Pearson ("Hilda und der Mitternachtsriese") beim #cfm13 mit @scoop_scanlon & @reproduktcomics twitter.com/mlippold/statu...
— Markus Lippold (@mlippold) 30. Mai 2013* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Luke Pearson Signierstunde
Donnerstag 6. Juni * 17 Uhr
Torstrasse 75 * Berlin-Mitte
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Superman - MAN OF STEEL: Erweitertes "Behind The Scenes" Kino - Special von Warner Brothers
Das knapp viertelstündige Special enthält zahlreiche Interview-Clips mit Regisseur, Produzenten und Darstellern und reichlich Ausschnitte aus dem Spielfilm... viel Spaß
- "...up, up and away!"
Sonntag, 2. Juni 2013
Samstag, 1. Juni 2013
emails von JULES… heute: "Darth Vader und Sohn"
JULES war einer unserer Besucher beim diesjährigen GratisComicTag, staubte tüchtig ab (8 Gratis-Heftchen!) und mailte uns ein Dankeschön noch am gleichen Abend!
JULES lebendiger Schreibstil gefiel uns auf Anhieb. Wir fragten, ob wir noch mehr davon haben könnten… am liebsten zu Büchern, die auch uns sehr am Herzen liegen (oder die noch keine ausreichende Würdigung im alltäglichen Comic-Rezensionsgerangel gefunden haben). Und JULES sagte JA!
Hier nun der erste Beitrag aus der hoffentlich noch langlaufenden Reihe "emails von JULES…"
Jeffrey Brown - Star Wars: Darth Vader und Sohn
Das allererste Darth Vader-Bild war meiner verschwommenen Erinnerung nach ein Beutestück aus dem nicht aufgeräumten Zimmer meines großen, 8 Jahre älteren Bruders. Es war vor allem deswegen interessant weil es ohne pädagogisch wertvolle Erklärungen kam. Eigentlich verboten, da so halb geklaut. Und ganz sicher nichts für meine damalige Altersgruppe (Kindergarten?).
Aber man konnte damit toll angeben. Und dank der entzückend klaren Bildsprache war auch sofort klar, dass das ein Böser war: Mit Robotern und Raumschiffen, mit Explosionen und mit Kämpfen und mit Schwertern! Mit LASER-Schwertern! Mit leuchtenden Laser-Schwertern, die tolle Geräusche machten! Wie alle Waffen! Und wie die Raumschiffe! Und alle, alle X-Wing Starfighter! Der Weltraum war damals eine knallbunte und lautstarke Angelegenheit - vom Lärm her vergleichbar mit der A1 nach dem Pfingstwochenende oder TXL, wenn der Lärmschutzbeauftragte der aufgeregten Bürgerwehr heimleuchtet…
Also in unserem Weltraum war das so.
Nicht in diesem realitätskontaminierten Dings, etwa 20.000 Km über unseren Köpfen.
In der Realität war uns natürlich klar, dass Waffen bäh sind.
Und man erst miteinander reden sollte.
Und überhaupt.
Unsere Eltern boten uns auch entsprechende Vorbilder zu Konfliktsituationen an - beim Vorlesen.
Mit Bösen, die es zwar gab - klar - die uns aber nicht zuviel Angst machen sollten.
Die zwei doofen Polizisten bei Pippi Langstrumpf.
Der doofe Räuber Hotzenplotz beim Kasperl.
Und so weiter.
Alle nicht ganz ernst zu nehmen.
Selbst die Monster unter dem Bett - die gar nicht sooo schrecklich waren.
Aber ein wenig doof. Und keiner von denen hatte Raumschiffe!
Oder Explosionen! Oder LASER-Schwerter!
Oder einen astreinen FILMSOUND! Keine Ahnung, wann ich den zum erstenmal hörte, aber ich erinnere mich gut.
Darth Vader war ein würdiger Gegner.
Daher war es für mich nicht wirklich überraschend, sondern eher etwas nostalgisch zu sehen, wie beliebt Star Wars im Kindergarten meines Sohnes ist.
"Oh, wer ist das denn?"
"Daf Maul!"
"Das Maul?"
"DAFF MAUL!!"
"Ah, Darth Maul. Ist das ein Guter?"
Supergenervter Blick eines Dreijährigen, gefolgt von schneller Flucht "AAAALEX - abgeholt!"
Wahrscheinlich in der Hoffnung mein Sohn Alex würde mich ruhig stellen.
Wobei ich mir sicher bin, dass das Kind mit der Darth Maul-Puppe keine Ahnung hat, wer das ist.
Aber dass diese Puppe ein Geschenk ist von einem Papa, der auch Erinnerungen an einen Weltraum voller superlauter Kampfflugzeuge hatte.
Kommen wir zum Punkt:Das Buch "Darth Vader und Sohn" spricht keine kleinen Kinder an. Die kennen zwar ausnahmelos Darth Vader (und DAFF MAUL). Aber für die ist Darth Vader nur als würdiger Gegner interessant. Nicht als weichgekochter Softie-Papa, der über alles reden will. Diese Sorte kennen Kinder aus dem realen Leben - und das ist nichts zum Reinträumen.
Das Buch "Darth Vader und Sohn" spricht aber durchaus Papas (und Mamas) an. Vor allem, wenn sie selbst Erinnerungen an Star Wars haben. Und ihr Leben sich irgendwie nicht so in Richtung Storm Trooper / Rebel / Jedi entwickelt hat… Sondern mehr so Richtung Bugaloo, BabyBjörn und Stokke. Die finden diese Cartoons teilweise sehr, sehr lustig …
Nachtrag:
Ich sprach gerade mit einem Kollegen über das Thema, hatte auch gerade das Rezensions-Exemplar zu Hand - und Überraschung! Sein Sohn LIEBT Darth Vader! Er ist der totale Darth Vader Fan! Er würde ausflippen vor Freude! (Natürlich wanderte das Exemplar dann in die Tasche meines Kollegen.)
So gesehen muss ich meine Einschätzung revidieren.
Das ist durchaus nicht nur was FÜR Papas.
Das ist auch ein tolles Geschenk VON Papas.
Und so gesehen doch was für kleine Kinder
- vor allem wenn sie totale Darth Vader Fans sind.
:-)
euer JULES
















