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Freitag, 21. Oktober 2022

luschtig! Boris, Babette und lauter Skelette

Neulich hat Cheffe mal wieder was lustiges von sich gegeben. "Der is' mir viel zu inklusiv!" Und zwar nach einem Blick in eben dieses Buch.

 
(c) Kibitz

Hihi. Grund genug, mal einen genaueren Blick reinzuwerfen. Und siehe da: Boris ist ein ganz normaler Junge. Mit einer Mama und einem Papa. Boris' Mama ist ständig am Arbeiten – entweder am Laptop oder am Telefon – und hört dann gar nicht richtig zu, wenn Boris was sagt. Und Boris' Papa putzt und kocht wie ein Weltmeister. 

So weit, so sympathisch. Dann wohnt bei Boris im Haus noch Lynette, ein älteres Mädchen, das ihm eines schönen Tages ihr Haustier aufschwatzt. Das ist quietschegelb, eine undefinierbare Mischung aus Katze und Waschbär und – kann sprechen. Einziges Problem: Boris Eltern sind total gegen Haustiere. 

Da Boris das weiß, hält er Babette (so heißt das gelbe Etwas) geheim. Was aber natürlich nicht lange gut geht. Und dann ist erst mal ein Riesenärger angesagt. Dass Babette nicht haart und super pflegeleicht ist, zählt leider kein Stück. Auch nicht, dass sie sprechen kann und gern fernsieht. Boris' Eltern bleiben hart. Das Tier muss weg. 

Wie es mit Babette und Boris weitergeht, verrate ich jetzt mal nicht. Auf jeden Fall fand ich schön, dass es zum Schluss der Geschichte ein echtes Happy End gibt! Und das ist unerwarteterweise Boris' Papa zu verdanken. Der Comic ist witzig, die Geschichte hat Tempo und man fiebert zum Ende richtig mit, dass sich für Babette doch irgendeine Lösung findet.

Und die ist ECHT knuffig mit ihrer Vorliebe für Flips, ihrer charmanten S-Schwäche (einfach mal beim Lesen laut mitsprechen!) und ihrem Bedürfnis nach Grusel. Ohne wird sie nämlich völlig traurig und lustlos, wie Boris bald feststellen muss. Leider gibt's auf Planet Boris keine Zombie-Mangas. Ob er wenigstens Ariol liest? Wer den mag, wird die Geschichte Boris auch mögen.

Wer also noch auf der Suche nach einem Halloween-Geschenk ist – hier ist es.

P.S.: Babette haart doch. Und nicht wenig.

Montag, 5. September 2022

selbstgemacht: Club der drei Schwestern

Wie viele von Euch wissen, führt der Unfug nicht nur Comics für Erwachsene. Nein nein, bei uns kommen auch Menschen U18 auf ihre Kosten! Von einer unserer exorbitant gut laufenden (weil gut seienden) Reihen ist kürzlich Band drei rausgekommen. Lucilles Schatz.


(c) SPLITTER Verlag

Lag im ersten Band noch der Fokus des Plots auf der ältesten Schwester Sarah, ging es in der Folgegeschichte um Kassiopeia. Nun ist die jüngste im Schwesternbunde an der Reihe – Lucille. Sie ist die verschrobenste der drei, introvertiert und macht viele Dinge mit sich selbst aus. Lucille steht selten im Mittelpunkt, hat aber ein großes Herz und viel Gespür für Tiere. 

In diesem Band verbringt sie mit ihren Schwestern die Herbstferien in einem Camp am Atlantik. Richtige Begeisterung kommt dabei aber nicht auf. Es ist kalt und regnerisch, das Programm öde und die anderen Kinder nerven. Doch bald entdecken die Schwestern, dass eine ihrer Verwandten ganz in der Nähe gelebt hat. Um diese Ludivine und um einen plötzlich gestrandeten Wal entspannt sich dann der neue Fall der Hobbydetektivinnen. Doch ein Streit zwischen den dreien erschwert die Ermittlungsarbeien ungemein ...

Was ich an den drei Schwestern sehr mag ist, dass man auch als erfahrener Comic-Leser ziemlich lange im Dunkeln tappt. Der Comic ist höchst augenschmeichelnd gezeichnet und koloriert – für mich auch ein Plus. Die knuffigen Gesichter mit den großen Manga-Augen sind vielleicht nicht jedermanns Sache. Aber die Zielgruppe dürfte drauf anspringen. Andere Leser (wie z. B. drei Herren in meinem näheren Bekanntenkreis) sehen geflissentlich beim Lesen darüber hinweg.

So wie schon die ersten beiden Geschichten kommt auch Nummer drei zunächst ziemlich mystisch daher. Und auch hier findet sich dann eine (Mini-Spoiler) recht alltägliche Erklärung. Die aber nicht banal ist. Diesem Muster bleibt auch der dritte Band treu, ist aber durch das Setting und die neue Protagonistin eben doch anders. 

Und noch etwas weicht von den vorherigen Bänden ab – denn bei diesem habe ... Trommelwirbel ... ich die Übersetzung gemacht. Yeay!!! Mein Comic-Übersetzungsdebut hat mir viel Spaß gemacht. Und zwei lustige Details aus der Übersetzerwerkstatt hätte ich auch zum Besten zu geben:

Der Knoten, den Sarah und Kassiopeia auf Seite 6 lernen, war im Französischen nicht korrekt bezeichnet. Da ich nicht die Knotenexpertin bin, musste ich ein wenig recherchieren, bis ich den richtigen Knoten gefunden habe. Da isser:


(c) Gebruiker:Sawims

Leider scheint die deutsche Redaktion nicht glücklich mit dem Namen Altweiberknoten gewesen zu sein. Und benannte ihn in Kreuzknoten um. Hoffentlich führt das in Zukunft nicht beim Lesepublikum zu Verwirrung. Falls sie mal ihren Segelschein machen wollen ... ;-)

Dafür habe ich eine andere Sache durchbekommen. Denn Kassiopeia reimt! An drei Stellen der Geschichte sagt sie im Französischen augenscheinlich banale Sätze, die aber einige Worte mit gleichklingenden Endungen in sich haben. Die zwei Sätze, an denen ich auch im Deutschen geschafft habe, einen Reim zu zaubern, lasse ich Euch selbst finden. 

Beim dritten wollte es mir partout nicht gelingen und ich habe dann halt einen kleinen Zungenbrecher draus gemacht. Schlagzeile: Mädchen von morschem Steg zerquetscht! Probiert ihn gern mal aus.

Donnerstag, 30. Juli 2015

"Mein Name ist Hase..." - BUGS BUNNY wird in dieser Woche 75 Jahre jung!

Bugs Bunny in "Der Ring Der Nie-Gelungen"

...herzlichen Glückwunsch an BUGS BUNNY. Der Hase, bekannt aus den "Looney Tunes", ist Star eigener Kinofilme, Cartoon-Shorts, Fernseh-Serien und auch Comic Books (DCs "Looney Tunes" Heftreihe bringt es derzeit auf weit über 220 Ausgaben).

In dieser Woche feiert Bugs seinen (offiziellen) 75. Geburtstag; seinen ersten Auftritt hatte er in dem "Looney Tunes" Cartoon-Film "A Wild Hare", der am 27. Juli 1940 in die US- Kinos kam. (Bereits zwei Jahre zuvor hatte ein entfernt ähnlich aussehender Prototyp des Mümmelmanns -mit ähnlichen Charakteristika-  einen Auftritt im Cartoon "Porky's Hare Hunt".)

...noch ein Klassiker: "Jagd Saison"
Wer sich für die vielschichtige Entwicklung und Historie des offiziellen "Warner Brothers" - Maskottchen interessiert, wird z.B. in der amerikanischen Version der wikipedia fündig! Dort gibt's auch weiterführende Links, eine Filmographie des Hasen u.v.m.!

Gemessen am allgemeinen Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung zählt Bugs Bunny zu den drei weltweit populärsten Cartoon-Comic- Figuren (neben "Mickey Mouse" und "Superman"). Dem Buch "Guiness World Records" zufolge, gibt es von keiner Cartoon-Figur mehr Filme (sowohl Lang- wie auch Kurz-Filme) als mit Bugs Bunny!

Bugs und seine Kumpels: Looney Tunes - Back In Action

* die derzeit aktuelle US- website der "Looney Tunes" findet ihr HIER!

* Bugs Bunny, Daffy Duck, Wile E. Coyote & Co. treiben ihre Späße im deutschen
   Fernsehen derzeit im Kinderprogramm "Toggo" bei "SuperRTL", HIER!

* die US- "Looney Tunes" Comic Books, aber auch Merchandise
   (T-Shirts, Figürchen u.v.a.) findet ihr in unseren beiden GROBER UNFUG - Shops!

* für Sammler der klassischen "Looney Tunes" Filme gibt es derzeit nix besseres als die von Warner Home Entertainment aufgelegte "Looney Tunes Platinum Collection". Hier gibt es -im Jahrestakt- nach und nach eine komplette blu-ray- Veröffentlichung der digital restaurierten Cartoon-Shorts (plus massig Bonus-features, Extras, selten/ nie zuvor gezeigten Clips, Interviews mit den Machern u.v.m.). Alle Cartoons sind erstmals ungekürzt zu geniessen (es handelt sich hierbei nicht um die bei uns jahrzehntelang im deutschen TV gesendeten "ZDF-Verschnitt-Fassungen"!);  ein echtes "must-have" für Sammler von Bugs, Daffy & Co.!



"Looney Tunes" c) 2015 Warner Bros. Animation

Bugs' Stern auf dem "Walk Of Fame" in Hollywood


Sonntag, 2. November 2014

"it is really important to show dark things to kids"

Neil Gaiman möchte Kindern das "Böse" zeigen. Und sie ermutigen, dass man das Böse besiegen kann. Im Gespräch mit Françoise Mouly and Art Spiegelman erläutert er dies an "Hansel & Gretel", seiner neuesten Zusammenarbeit mit Lorenzo Mattotti:


Freitag, 5. September 2014

+ + + Eilmeldung aus der Comicladenliga + + + Eilmeldung aus der Comicladenliga + + +

Das Transferfenster der Comicladenliga schließt morgen, und genau deswegen geben AC Grober Unfug (Wir) hiermit bekannt, die beiden französischen TOP-Torjäger Ariol und Ramono verpflichtet zu haben. Weitere Einzelheiten zum Transfer können direkt vor Ort in beiden Filialen eingeholt werden.

Ariol III Saugute Freunde 14,- Euro

Ariol und Ramono wurden bereits letzte Woche von ihrem Berater S. Oehler einem kleinen Publikum im Vereinshaus von MSV Grober Unfug vorgestellt. 
Hier ein Foto vom Dopingtest

Stimmen zum Transfer

Vorstand VFL Grober Unfug Alisch Fischer Henning:
Nach dem Kreuzbandriss von Graphic Novel sahen wir uns genötigt, diesen Weg zu gehen, unabhängig vom Streit zwischen Borussia Dortmund und FC Bayern München. Wir werden auch diese Saison wieder oben mitspielen. Hier noch ein paar Lippenbekenntnisse gegenüber dem Trainerstab, obwohl der ja eigentlich nie einen Stab hat, und das übliche Vorstandsgerede, was eigentlich nur einen Zweck hat: Leute zu ermuntern, Ariol-Comics zu kaufen!

Trainer und Kindercomictischdirektor Wienke: 
Ich freue mich sehr über die Verstärkung. Ariol und Ramono waren in den letzten Jahren der Traumsturm der französischen Liga. Wir (Eintracht Grober Unfug) hatten die beiden lange beobachtet, deswegen ist der Band auch erst jetzt erschienen und nicht schon im Juni, so wie es noch auf der Reprodukt-Seite angekündigt wurde.

Das Comicladen-Sportmagazin Aus der Puste berichtete direkt nach dem Transfer wie folgt:  
Borussia Grober Unfug hat mit der Verpflichtung von Ariol und Ramono die großen Konkurrenten abgehängt, die weinen bestimmt. Bleibt nur zu hoffen, dass Ariol und Ramono die Doppelbelastung Liga und Pokal gut verarbeiten können. Sollte ihnen das gelingen, wird dem FC Grober Unfug ein weiterer Titel gewiss sein.

Hier noch ein Foto vom Fitness-Check:

Wer mehr sehn will, eine sogenannte Leseprobe, kann HIER mal klicki klicki machen, Reprodukt stellt wie immer eine zur Verfügung. Aber Leute, nicht immer nur klicki klicki machen, sondern auch mal raus gehn, in einen Laden, z.B. einen Comicladen.

Dienstag, 11. Februar 2014

st + + + + Eilmeldung + + + + Fanpost! + + + + Eilmel

Reprodukts Kinderprogramm wird nun bald ein Jahr alt und begeistert uns, euch, ALLE. Den kleinen Sebastian (Ich meine jetzt nicht den Oehler, hihi) hat ein Titel so sehr begeistert, dass er nun selbst einen »Kleiner Strubbel«-Comic gezeichnet hat, es ist keine komplette Geschichte sondern ein One-Pager. 


VIELEN DANK, Sebastian und vielen Dank an Sebastians Mama, die uns ihre Erlaubnis gab, diese Seite hier auf unseren Blog zu packen, und natürlich vielen Dank an Kiki vom Wollbindung Blog, sie weiß schon warum, wenn sie das hier liest.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

und noch ein Ariol Video

Es geht mal wieder ein signierter Ariol für umme raus, und zwar an mandarine_one


Montag, 16. Dezember 2013

erstes Ariol Video

Leute! Die ersten signierten Ariols sind schon raus, einer ging heute an @sinnundverstand.

Ariol

Was passiert denn gerade so in eurer Comicwelt? Also bei uns löst ja gerade Ariol eine wahre Massenhysterie aus! Und nicht nur das, der erste Band Ariol stellt (zumindest bei uns im Unfug) Rekorde (interne Rekorde sozusagen) ein und Rekorde auf, denn keinem Comic aus dem Hause Reprodukt gelang es bei uns bisher schneller, so durchzustarten.

Hut ab! Und Doppelhut ab, das Reprodukt Kinderprogramm gibt es ja erst seit März 2013 und es ist für uns nicht mehr wegzudenken.

Also mach ich noch mal aus Doppelhut: Dreihut ab!

Aber ich schweife ab, es gibt nämlich noch was zu bereden…

Wir, also Reprodukt und wir, eure Comicverkäufer dachten uns, es wäre doch toll, wenn wir so nen Countdown bis zum hundertsten verkauften Ariol machen. Ab neunzig verkauften Ariol #1 packen wir einen Stapel mit zehn von Emmanuelle Guibert SIGNIERTEN Exemplaren auf unseren Kindercomictisch.

Ihr seid jetzt bestimmt voll aufgeregt, wa? Könnt ihr auch sein, denn es geht noch weiter! Neunzig Exemplare sind nämlich schon erreicht, die zehn signierten Ariols liegen schon munter in der Torstraße und warten auf EUCH! So sehen die Signaturen aus:












Der Preis für ein signiertes Exemplar bleibt übrigens gleich, also 14,- Euro, wer aber ein ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz (puh) ganz ganz großer Ariol-Fan ist, hat auch die Möglichkeit, einen Band gratis abzustauben! Dafür müsst ihr aber was ariolfanmäßiges machen: Schickt uns, oder veröffentlicht auf einem der gängigen Videoportale (Vimeo, Youtube etc.) ein Video, in dem ihr den Hengst Heldenhuf-Kampfruf grölt und gebt uns und Reprodukt die Erlaubnis, dieses Video auf unsere Blogs zu stellen/zu verbreiten. Wenn ihr das hinkriegt, könnt ihr euch einen signierten Ariol #1 in der Torstraße abholen.

Viel Erfolg und immer dran denken:

Ist im Weltall etwas faul,
Hengst Heldenhuf, der Supergaul!
Wenn das Böse uns befällt,
Hengst Heldenhuf ist unser Held.
Von Stern zu Stern erschallt der Ruf:
Wir lieben dich, Hengst Heldenhuf!

Sonntag, 1. Dezember 2013

ein sehr spezieller Adventskalender!

Wir haben uns beim GratisComicTag kennengelernt - und seitdem hat JULES desöfteren von ihren alltäglichen Erlebnissen u.a. mit Kindern & Comics berichtet. Nun hat uns JULES nochmal beschenkt! Zur gebührenden Feier werden wir dazu nach der Blogosphäre, nach Twitter und nach Facebook jetzt auch mal Tumblr befüttern:

24 Comics, 24 Tage, 24 Texte

Sonntag, 10. November 2013

Wie einige von euch sicher wissen, bin ich ein großer Ariol-Fan


HAHAHA, der war gut :") Ich glaube, mittlerweile sind wir alle bis auf den verstaubten Dekan und die grauen Eminenzen, die sich Politiker nennen, Fans von Ariol. Und das ist auch genau der Grund für folgende Zeilen: Der zweite Ariol-Band ist nämlich nun endlich erschienen und wartet drauf, euch zu bespaßen.

Spaß ist gut, Fragen sind auch gut und deswegen werde ich jeden Tag gefragt, welcher Band mir persönlich besser gefällt. Die Antwort ist: Ich kann es euch nicht sagen. Was ich aber sagen kann ist: In Band zwei tauchen noch mehr lustige Nebencharaktere auf, die extrem gut in Szene gesetzt sind.

Das ist gerade für mich sehr wichtig, denn wenn ich in der großen Pause auf dem Grober-Unfug-Schulhof mit meinen Freunden Ariol-Geschichten nachspiele, sind die meisten Rollen (wie Ariol oder Ramono) schon vergeben, umso cooler ist es nun, Charaktere wie z.B. Ariols Opa oder den Gärtner Herrn Schratel in petto zu haben.


Ariol jibt dit in beiden Unfug-Filialen, Preis 14,- Euro, Verlag ist wie immer Reprodukt.

Hier noch ein Vorgeschmack auf drei meiner liebsten Nebencharaktere:

Pipolini - ein Kunde vom Buchhändler Gussmann

Ariols Opa - Ariols nicht tauber schwerhöriger Opa

Herr Schratel - der Gärtner

Samstag, 29. Juni 2013

von Kindercomics können wir nicht genug bekommen!

Kindercomic-Schaufenster Torstrasse 75

Kindercomic-Tisch Torstrasse 75
Kindercomic-Regale Torstrasse 75

Donnerstag, 11. April 2013

HURRA! Kindercomics und Gastautor!


Wir können euch ja viel erzählen, ob Comics gut sind oder nicht.  Zeitungen können auch viel erzählen, in ihren sogenannten -Föltungs- -Foheltonks- -Feullitons- Kulturteilen oder so, aber am besten ist doch noch immer die Kundenmeinung, genauer gesagt, eine Kundenmeinung, die ohne  Fachchinesisch auskommt. Einfach Comics in die Hand drücken und gucken, was passiert, darauf zielte auch mein Hintergedanke ab, Eva Schamoni mit ins Taskforceboot zu holen, und nicht nur das, Eva hat keine Kinder, sondern ist in einer ähnlichen Situation wie ich (hier), der Internetmensch ohne Referenzkind. Aber denkt mal nicht weiter über das Wort Referenzkind nach sondern hier, Eva Schamoni...

„Was ist denn das jetzt wieder für ein Depp?!“, dachte ich mir, als ich nur halbbekleidet und mit einem geschminkten Auge aus dem Bad geklingelt wurde. Och nee, ein dummer Postbote. Immer lachen die, wenn ich so hässlich aussehe. Und wer schickt mir überhaupt Pakete, ich wohne hier erst seit 3 Tagen... Aber ganz vergessen: Den Lieblingsquitzi, der mir Comics schickt! Für mich! Für Kinder! Vom Reprodukt-Verlag sogar! Und auch noch 6 Titel! Orrr ob ich die wohl behalten darf? Aber jetzt schnell vor der comicsammelnden Mitbewohnerin verstecken.

Einzeln betrachtet sehen alle sehr unterschiedlich aus. Als erstes fiel mir „Mouk – Helden der Pedale“ ins Auge. Darum fange ich mit diesem Titel mal an: 

(© Reprodukt)

Der Comic wirkt mit dem schaumstoffwattierten Einband und dem bunten Cover wie ein typisches Kinderbuch. Vermutlich ist er das auch, obwohl ich, als wahnsinnig ernst zu nehmender Erwachsener, auch sehr viel Spaß beim Lesen hatte. Die Geschichte um die Freunde Mouk, Schawapa und Popo, die einen Fahrradausflug machen wollen, ist wundervoll illustriert und super geschrieben. An vielen Comics stört mich, dass die Dialoge so schwer über die Lippen gehen. Anders bei Mouk. Beim Lesen hört man förmlich die Kinderstimmen und das macht die Geschichte so witzig, dass ich mich beim Lesen in der Bahn vor Lachen an der Cola verschluckt habe. Mich halten jetzt sicherlich alle Straßenbahnpassagiere für geisteskrank. (zur Leseprobe geht es HIER)

(© Reprodukt)

Zweiter Comic -  „Kiste“. Dieser Titel ist mir besonders durch seinen schönen Zeichenstil aufgefallen. Außerdem hat die Geschichte wirklich ALLES, was man sich als Kind nur wünschen kann: Redende Pappkartons, magische Zauberer und Eltern, die von den tollen Sachen mal wieder nix glauben wollen. Das Geschehen ist umfangreicher als bei „Mouk“ und in Kapitel unterteilt. Ich finde, das würde sich darum super als Gutenachtgeschichte zum Lesen lernen eignen. (Leseprobe? HIER!)

(© Reprodukt)

„Kleiner Strubbel“ und „Pelle & Bruno“ waren optisch nun nicht ganz nach meinem Geschmack, haben mich aber von allen Comics am meisten an Bücher aus meiner eigenen Kindheit erinnert. Gerade  leinere Kinder im Vorschulalter sollten aber auf jeden Fall ihren Spaß haben (da ich ja nicht mehr 3 Jahre alt bin, kann ich schwer wissen, was in dem Alter so in und out ist). Es gibt keine Texte, sondern nur recht einfach gehaltene Bilder, die sehr gut ohne weitere Erklärungen auskommen. Thematisch sind beide Geschichten sehr ähnlich. Wo Strubbel sehr klein ist, und so die Abenteuer in einem Blumenbeet erleben kann, wächst der Garten von Pelle und Bruno durch ein Experiment riesengroß, weshalb haushohe Regenwürmer und Schnecken ihr Unwesen treiben. Ob nun mein Stil oder nicht, diese 2 Bücher sind sehr liebevoll gestaltet und gerade für Kleinere absolut zu empfehlen! Nicht zuletzt, weil einem beigebracht wird, wie wichtig es ist, zu verzeihen. Bücher mit Moral mag ich ja eh für Kinder. (Leseprobe HIER)

(© Reprodukt)

Nun zu „Ariol“, Quitzi's Liebling. Natürlich verstand ich schon ab Seite 1, wieso das sein Favorit ist. Witzig illustriert, geniale Dialoge und Geschichten, wie sie sicher schon in jedem Haushalt mit Kindern passiert sind. Gerade darum aber auch nicht wirklich ein Buch für die kleinsten Zwerge. Einige Wörter  und Zusammenhänge könnten dafür doch noch etwas zu schwierig sein. Ich denke, ab 7 oder 8 Jahren könnte das klappen und gerade für zwischendurch ist so eine kleine Anekdote  auch für  usgewachsene sehr unterhaltsam! Interessant fand ich, dass der „Ariol“-Künstler auch „Mouk“ illustriert hat. Beide sind total unterschiedlich, sowohl vom Stil als auch von der Aufteilung der Bilder. Vielseitig ist der  Mann. Gefällt. (wolle Leseprob? HIER)

(© Reprodukt)

Zu guter Letzt zu meinem absoluten Highlight „Hilda und der Mitternachtsriese“!! (Denkt Euch 4765946024802 Herzchen.) Der Comic fällt schon gleich durch sein großes Format und seine dunkle hochwertige Covergestaltung auf.  Innen hört das Staunen gar nicht auf, jedes Bild ist ein Hochgenuss! Der Zeichenstil wundervoll, die Farbgebung perfekt und die Geschichte ist einfach mega ultra. Ich weiß gar nicht genau, wieso dieser Comic explizit für Kinder ausgeschrieben ist, den werde ich noch lesen, wenn ich 106 bin. Und auch dieser Titel ist nicht wirklich was für die Kleinsten unter uns. Dennoch empfehle ich dieses Meisterwerk ca. jedem Menschen auf dem Planeten. Und wenn es nicht schon welche gibt, wünsche ich mir aus dieser Reihe noch mindestens 276 Bände. (und die Leseprobe gibt es HIER)

Also, alles in Allem fällt mir kein seriöses Fazit mehr ein. Diese Comics  werdet Ihr mir irgendwann aus meinen kalten, toten Fingern reißen müssen, ich geb’ die nicht mehr her.

Mittwoch, 13. März 2013

Onkel Quitzi und die Kindercomics von Reprodukt


Internetlieblingskatze, Lambadalehrer, Pferdenarr, mittlerweile müsstet ihr mich ganz gut kennen, aber eine Seite an mir kennt ihr bestimmt noch nicht, und zwar: Onkel Quitzi!

Tjaha, Onkel Quitzi werde ich auch nur von zwei Personen genannt, von meiner Nichte und von meinem Neffen nämlich.

Reicht aber auch, denn als Onkel hat man bekanntlich viele Aufgaben zu meistern. Eine davon ist, -auf den letzten Drücker Geschenke zu kaufen, weil man es verpeilt hat- rechtzeitig Nichten und Neffen mit Comics zu versorgen. Aber was passiert, wenn die Kinder nun jeden Asterix und jeden Lucky Luke Band im Regal haben? Was macht man, wenn die Kinder z.B. Schlümpfe nicht mögen, weil die frechen Waldbewohner immer blau sind, oder Hey Schwester nicht mögen, weil sie keine Schwestern sind, sondern Brüder?

Irgendwas anderes kaufen? NEIN!
Selber zeichnen? NEEEEE!
Ein Buch? Mann Mann Mann! Herr Major belieben zu scherzen, N E I N.

Aber auch egal jetzt, kommen wir mal zum Punkt: Reprodukt hat sich meiner Sorgen angenommen, die starten nämlich ab -März 2013- JETZT einen Imprint für KINDERCOMICS!

Hier ein Gütesiegel von mir: Alle Starttitel haben eine besondere Leichtigkeit in der Erzählweise, genau richtig, um Kinder zu beschäftigen und gut zu unterhalten, genau richtig für Erwachsene, um mal abzuschalten ODER aber auch mal mitzulesen! Also richtig klasse Kindercomics eben. Ach ja, super gezeichnet sind die Dinger obendrein auch noch, aber das liegt ja immer im Auge des Betrachters.

Welche Titel es gibt, fragt ihr euch? HIER gibt es eine Übersicht:

Und hier: Sechs Starttitel dürften reichen, um die nächsten Nachmittage bei Tante Gerda ohne Schaden zu überleben.

Mein liebster Titel ist bis jetzt übrigens Ariol von Emmanuel Guibert und Marc Boutavant, aber wen interessiert schon, was ich denke, und da sind wir auch schon beim nächsten Thema...

Sind sechs Starttitel zu viel?
Sind sechs Starttitel zu wenig?
Taugen wirklich alle Titel?
Was kann/sollte da noch kommen?
Was sagt Mutter dazu?
Was sagt Vater dazu?
Was sagt Kind dazu?
und und und

Fragen über Fragen, aber auch Antworten über Antworten! Ich habe mir erlaubt, zusammen mit Reprodukt eine Taskforce zusammenzustellen, nicht nur, weil ich das Wort Taskforce mal in einem Beitrag verwenden wollte, sondern, weil ich es wie immer unglaublich spannend finde, zu sehen, was passiert, wenn Leute außerhalb der sogenannten Comicszene etwas mit/über/zum Comic machen, aber wisst ihr ja bestimmt schon wieder alles, ihr Superhirne.

Wer was wann wie wo, wir werden sehen und halten euch auf dem Laufenden.

Euer Quitzi

P.S. Hier noch ein Foto