UND: »Die Simpsons stehen hinter South Park«

siehe auch: (»im Schatten zweier Türme«) ... die New Yorker Gruppe »Revolution Muslim« stoppt SOUTH PARK

Dieser Titel war schon vor über einem Jahr angekündigt - und scheint nun Ende Mai tatsächlich in Japan zu erscheinen!

Die Islamisten haben gewonnen. Sie können sich brüsten, ein weltweit ausstrahlendes Fernsehnetzwerk eingeschüchtert zu haben: Die Folgen 200 und 201 der Zeichentrickserie SOUTH PARK, die in den Vereinigten Staaten Mitte der Woche gelaufen sind, werden nicht mehr gezeigt. Nicht mehr in Amerika und auch nicht in den anderen Ländern. Auch auf den Internetseiten zur Serie, die eigentlich sämtliche Episoden vorhalten, kann man sich nicht mehr ansehen, welchen Reim sich die Macher Trey Parker und Matt Stone, auf religiösen Wahn, Intoleranz und fanatische Bilderverbote machen. Dafür haben die Islamisten gesorgt, welche die Internetseite RevolutionMuslim.com bestücken.(Michael Hanfeld / 24.4. - FAZ) -> weiter
Es geht in dieser Episode offensichtlich nicht um Mohammed, sondern um Tabu, Angst und Einschüchterung, wie sie sich seit 2001 und besonders nach der Karikaturen-Affäre breit gemacht haben. Es geht um genau die feige Einstellung, die sich jetzt wieder zeigt. Sie hat, muss man leider sagen, in diesem Fall recht wenig mit den Muslimen zu tun. Sie ist eine Folge allzu bereitwilliger Projektionen, für die die konvertierten Irren von New York nur den Anlaß liefern mußten.
p.s. Eben erst fällt mir folgender Clip von Jon Stewart auf – aus der gestrigen Daily Show (auch Comedy Central!). Da wird einfach alles gesagt zum Thema. Und gesungen! Jon Stewart ist Gott:(Jörg Lau / 23.4. - Die ZEIT) -> weiter
Bis 15 Uhr glaubten wir noch, Bela Sobottke zum Signieren bei uns zu Gast zu haben. Aber dann hörten wir auf Radio Fritz ein Interview mit dem echten Bela, der sagte, dass während er ins Mikrophon spräche sein "Evil Twin" in der Zossener Strasse 33 seinen neuen Comic "König Kobra" singieren würde!
Dass der Klon seine Sache gut gemacht hat, davon zeugen die Bildern, die vom "Good Twin" unserer Kollegin Margitta gemacht wurden. Ihr Original sass hoffentlich während dessen schön in der Sonne!
Wie man sehen kann, war schön was los!
Hit-Girl hat das Zeug zur Kultfigur – auch weil sie im Gegensatz zu den sonst in diesem Genre üblichen Frauendarstellungen eben nicht als verhuschtes Mäuschen oder draller Kurvenstar dargestellt wird, sondern weil sie tougher auftritt als all die männlichen Figuren um sie herum. In den Maßstäben der Superhelden-Comicwelt ist das fast schon revolutionär... -> weiter
KICK-ASS leistet für Superheldenfilme Ähnliches, was der »Star Trek«-Parodie GALAXY QUEST im Science-Fiction-Bereich gelang: Durch die Verankerung des irrwitzigen Plots in einer selbstreferenziellen Plausibilitätsschlaufe (Comicleser bzw. Schauspieler geraten in den fiktiven Kosmos ihres Beschäftigungsfeldes) werden die Mechanismen des Genres aufgezeigt, ohne den Geist zu verraten. -> weiter
Die US-Kritik richtete sich vehement gegen die exzessiven Gewaltdarstellungen und die Kodderschnauze der elfjährigen Hit-Girl-Darstellerin, dabei steht hier etwas ganz anderes zur Debatte. Wo nämlich herkömmliche Comicverfilmungen (inklusive WATCHMEN) inzwischen zu unbedenklicher Familien-Fantasy ohne viel Realitätsbezug herabgestuft worden sind, erinnert das kalte Herz von KICK-ASS daran, dass es diesen Rückzugsraum nicht wirklich gibt. Ein Film also auch über das Medium selbst, und definitiv nichts für Kinder. -> weiter
Einerseits ist KICK-ASS eine hemmungslose Persiflage auf politisch korrekte Superhelden wie Batman, Superman oder Spiderman - passenderweise wird dann auch Spidermans Kernsatz "Aus großer Kraft folgt große Verantwortung" zu "Aus keiner Kraft folgt keine Verantwortung" - und andererseits ist KICK-ASS mit der schlagkräftigen Hit Girl dann doch wieder ein Superhelden-Film. Dasselbe gilt für den Stil: Einerseits Popcorn-Action und andererseits brutaler Realismus und es gilt für die Figuren: Kein edles Motiv treibt Dave an, ein Superheld zu werden, sondern eher eine Mischung aus Geltungssucht und Fandom... -> weiter
... sieht aus wie ein Bastard aus Pixars DIE UNGLAUBLICHEN und der Erwachsenen-Comicadaption WATCHMEN... Ein richtig schöner Jungsfilm. -> weiter
ein hoch gezüchtetes Studio-Produkt kühler Kalkulation -> weiter
Das ist natürlich ziemlich krank, hat aber vor allem in der ersten Hälfte durchaus Witz. KICK-ASS wirkt am Anfang wie eine boshafte, aber originelle Superhelden-Satire, ein Spaß, der sich nicht ernst nimmt, bunt und laut und schnell... Mit viel Liebe gemacht. Aber ohne Herz. -> weiter
Man sollte das Gemüt und Humorverständnis eines Fleischerhundes haben. -> weiter
Man kann KICK-ASS als Liebeserklärung an harmlose Machtträume der Machtlosen sehen. Aber ein entsprechend vorverwirrter Geist kann den Film gewiss auch anders lesen... In der Debatte um Amüsiergrenzen, Jugendschutz und Entwicklungsschädigung wird KICK-ASS wohl bald als Vorzeigefilm der Zensurbefürworter dienen. -> weiter
Der Film macht sehr viel Spaß, ist wahrscheinlich eine der besten Comic-Verfilmungen ever...
Ich hatte mir das Comic vor ein paar Wochen gekauft und an einem Stück durchgelesen. Fantastisch, vielschichtige Charaktere, Meta-Meta-Ebenen, sehr viel Psychologie und all das gepaart mit einer Coming-Of-Age-Story...
Darüber hinaus gibt es bei Superhelden-Comics eine Regel, die sowohl Mark Millar in seiner Vorlage als auch der Film vergessen hat: Superheroes do not kill people. Aber hier bin ich wohl auch nur der korinthenkackende Nerd und wahrscheinlich werde ich einfach nur alt...
Dennoch: Ein Film, den man als Comic-Freund unbedingt gesehen haben muss und ich finde Kick Ass als Film auch durchaus gut, aber er hätte so so so so so viel besser sein können. -> weiter
Wenn du einen Apfel hast und ich habe einen Apfel und wir tauschen die Äpfel, wird jeder von uns nach wie vor einen Apfel haben. Aber wenn du eine Idee hast und ich habe eine Idee und wir tauschen diese Ideen aus, dann wird jeder von uns zwei Ideen haben...