Mittwoch, 21. Juni 2017

Alarm Im Weltall! "Robby, The Robot" im Groben Unfug...





"Forbidden Planet" (deutsch: "Alarm Im Weltall") aus dem Jahre 1956 ist einer der Klassiker des Science Fiction - Film Genres!

Im 23. Jahrhundert ist der Raumkreuzer "C57D"  der "vereinigten Menschheit" -!- auf der Suche nach neuem Leben, Zivilisationen und Planeten...  auf dem 4. Planeten des "Altair-Systems" schließlich wird die Schiffsmannschaft in ein fantastisches Abenteuer verwickelt. Für den Grund-Plot der Story nahm sich Drehbuch-Autor Irving Block die Freiheit und bediente sich ausgiebig bei Shakespeare's Drama "Der Sturm".

So wurde aus der Insel der Planet "Altair 4", Prospero wurde zu "Morbius" usw.

Der mitwirkende „Robby, the robot“ galt damals als einer der teuersten Special-Effects: die Darstellung / Konstruktion von Robby kostete das Studio die (damals) astromische Summe von 125.000 US-Dollar.

"must-see / have" für SF- Fans: die üppig-ausgestattete blu-ray

"Forbidden Planet" beeinflußte in späteren Jahren viele andere SF - Produktionen; allen voran "Star Trek"! Gene Roddenberry, Erfinder der "Star Trek" - Serie erzählte, er wäre von "Alarm Im Weltall" zu seinem "Star Trek"  inspiriert worden.

Ob die "synthetische Nahrungs-Herstellung" an Bord des Schiffs, die Darstellung von Androiden als Besatzungsmitgliedern, die "Communicators", das "Beamen", die Schiffsmission einer "geeinten Menschheit" die auf Planeten gemeinsam auf Erkundung geht  usw. Das alles gab es bereits gut zehn Jahre vor "Star Trek" im "Forbidden Planet" zu sehen!

...und auch "Star Wars"- Creator George Lucas ließ sich durch die Trick-Effekte des Films  für seinen Sternenkriegs-Film (1976)  optisch und inhaltlich inspirieren.

...Roboter "Robby", beherrscht im Film eine Vielzahl von Fremdsprachen (eine Fähigkeit, die an den Protokoll-Droiden "C-3PO" erinnert; für dessen Aussehen ließ sich Lucas -bzw. sein Creative Artist Ralph McQuarrie- allerdings von "Maria", dem weiblichen Androiden aus dem Science Fiction -Stummfilm- Klassiker "Metropolis" (1928) beeinflussen).

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"Robby" als ca. 10cm große, detaillierte Sammler - Figur


ROBBY THE ROBOT bieten wir z.Zt. als exklusive "Diamond Select Toys" - Sammler- Figur an:

"A triumph of engineering when he made his acting debut in the 1957 sci-fi classic, Robby went on to become one one of Hollywood's most famous robot actors, and now he's the newest 4-inch Vinimates vinyl figure! Sculpted in the block-figure style, Robby comes packaged in a full-color window box."
(Abb. oben!)


 

WATCHMEN Pay-TV-Serie in Vorbereitung... ohne Zack Snyder, aber mit Damon Lindelof



"Watchmen" auf allen Kanälen


Zack Snyder (Regisseur der Kinofilm- Fassung von 2009) ist offensichtlich nicht an dem "Watchmen" TV- Projekt beteiligt.

Drehbuchautor und Produzent Damon Lindelof  (HBO`s "The Leftovers") würde wohl diese mögliche TV-Serien- Fassung der "Watchmen" für den US- pay-tv Sender HBO produzieren. "The Hollywood Reporter" vermeldet aktuell, das dieses Projekt noch in einem "frühen Entwicklungsstadium" sei, daher gibt es bisher auch keine offiziellen Verträge.

 

Sprecher von HBO und Warner Bros. Television wollten die "THR"- Recherchen nicht kommentieren.

Lindelof hat wohl als Schüler in den 80er Jahren die "Watchmen" Comics gelesen und sagt, das diese bis zum heutigen Tage seine Arbeiten als Autor beinflußt hätten...

"From the flashbacks to the nonlinear storytelling to the deeply flawed heroes, these are all elements that I try to put into everything I write," so Lindelof gegenüber der Comic-News- website cbr in einem 2009 mit ihm geführten Interview .

Lindelof gilt als Fan der "Watchmen" (und hat diese, wie gewiß viele von uns auch, im Laufe der Jahre mehrmals gelesen) und ist voll des Lobes für die Spielfilmfassung von Regisseur Zack Snyder: "It's the most married-to-the-original-text version of Watchmen that could've been made,"  sagte er gegenüber dem Observer. (btw: auch der Autor dieser Zeilen hält den "Watchmen"- Kinofilm für eine der ganz wenigen gut-gelungenen Kino-Film-Umsetzungen einer Comic-Vorlage!)

 

"I want to keep it sort of insular. It's OK with me if people don't understand it because they don't deserve to understand it." 


Die ab 1986 in zwölf Einzel-Heften veröffentlichte, und seit 1987 -!- als Sammelband ("Graphic Novel" - Format) erhältliche "Watchmen" - limited series wurde einst von Kult-Autor Alan Moore, gemeinsam mit Zeichner Dave Gibbons sowie dem Coloristen  John Higgins, für DC Comics kreiert.

Da Moore jedoch zunächst mit den kurz zuvor von DC erworbenen sogenannten "Charlton Action Heroes" (das sind "Captain Atom", "Blue Beetle" usw.) arbeiten wollte, und DC aber bereits andere bzw. weitere Pläne mit diesen Figuren hatte, wurde Moore von DC gebeten alternative Versionen dieser Helden für seine geplante "Watchmen" - Mini-Serie zu gestalten...

So wurde aus "Captain Atom" DOCTOR MANHATTAN, "Blue Beetle" wurde zu NIGHTOWL usw.

waren gerüchteweise auch 'mal als TV-Serie geplant: "Minutemen"


"Watchmen" ist die einzige Comic-Serie die es (in ihrer "Graphic Novel" - Fassung) auf die Liste der 100 besten Romane aller Zeiten des renommierten "Time magazine" geschafft hat!

Bereits seit 2015 geistern sich verdichtende Gerüchte durch Hollywood, das das pay-tv-network HBO, (das ähnlich wie DC Entertainment und Warner Bros. Television zum Warner Brothers Konzern gehört) ein "Watchmen" Projekt in der Mache hat.

Eine "Watchmen" TV -Serie wäre für HBO auch ein adäquater Ersatz, wenn in absehbarer Zeit das Fantasy-Spektakel "Game of Thrones" zum Ende kommt!




Das konkurrierende pay-Tv- network AMC hat derweil noch "The Walking Dead" (nach der bei Image Comics publizierten Heft-Reihe) sowie den "Preacher" (nach der exzellenten DC / VERTIGO - Comic-Serie) im Programm. Das dritte größere pay-tv-network FX produziert derweil eine zweite Staffel des "X-Men" -spin-offs "Legion". Ganz zu schweigen von den zahlreichen (meist) Superhelden- Comic-Adaptionen für die US- free-tv-Sender (DC's "Flash", "Arrow", "Supergirl", "Legends Of Tomorrow", "I Zombie" auf The CW,  DC's "Gotham" auf Fox, Marvel's "Agents Of Shield" auf ABC usw.)

...und im Internet-Ghetto (Inhalte gegen Bezahlung für eine -noch- exklusive Zuschauer-Minderheit) wie Hulu oder Netflix laufen weitere Marvel- Adaptionen wie "Runaways", "New Warriors", "Inhumans" usw.


Mit den zahlreichen teils gelungenen, teils unterirdischen filmischen Umsetzungen seiner Comics und Graphic Novels, wie etwa "From Hell", "The League of Extraordinary Gentlemen", "V for Vendetta" oder "Batman: The Killing Joke" möchte Alan Moore nichts zu tun haben.

(Tatsächlich äußerte Moore vor Jahren in einem Interview, das ihm nur eine verfilmte Adaption wirklich gut gefiele, die auf einem seiner Comics basiert: "For The Man Who Has Everything", die extra-lange Story um Superman, Batman & Wonder Woman im Kampf mit Weltraum-Bösewicht Mongul (aus "Superman", Vol. 1, Annual # 11), die von den Machern der erfolgreichen "Justice League Unlimited" Zeichentrick-Serie als Einzel-Episode relativ werkgetreu adaptiert wurde (inklusive der Darstellung eines faschistisch regierten Planeten Krypton!)

Alan Moore kündigte aber auch an: "I think I have done enough for comics. I've done all that I can." 

to be continued...

Montag, 19. Juni 2017

Die Comic-Inspiration zum WONDER WOMAN - Kinofilm: George Pérez' "Wonder Woman" (Vol. 2)


In der Welt der US- Comics ist Autor und Zeichner George Pérez einer der prägendsten Künstler der vergangenen Jahrzehnte. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören Marvel's "The Avengers", DC's "Teen Titans" und die "Crisis On Infinite Earths", aber ganz herausragend natürlich seine Arbeit am Neustart / Reboot von "Wonder Woman" (Vol.2)  im Jahre 1987!

Pérez's Reboot veränderte den Character Dianas und ihrer supporting-cast maßgeblich zum positiven, denn sowohl in seinen Funktionen als Zeichner wie auch als Autor der "neuen" Wonder Woman, legte er größten Wert darauf, das zukünftig die Bezüge zur griechischen Mythologie (in der Dianas Herkunft und Abenteuer verwurzelt sind) möglichst "werkgetreu" wiedergegeben werden...




Von daher erfreute es mich als Fan unglaublich, wieviele Plot- Elemente aus den frühen Pérez- "Wonder Woman" -Heften den Weg in den Kinofilm gefunden haben (George erhielt dafür unter anderem auch ein extra- Danke-Schön- Credit im Abspann des Films!)

(Ich habe selten eine derart stimmige, gelungene und auch unterhaltsame Superhelden-Comic- Verfilmung sehen dürfen, wie mit WONDER WOMAN ! 

Der Film ist einfach großartig, und vermittelte mir stellenweise ein ähnlich "gutes Gefühl" beim anschauen, wie ich es einst Ende der 70er Jahre -!- witzigerweise im gleichen Kino  - dem "Zoo Palast" -  beim ansehen von Richard Donner's "Superman The Movie" hatte!)


Drehbuch- und Comic- Autor Allan Heinberg hat die originale Origin-Story, die Pérez damals natürlich in der Gegenwart (1987) ansiedelte, in die Zeit gegen Endes des "großen Krieges" (später dann als "1. Weltkrieg" bekannt), ca. 1918, verlegt. Alle wichtigen Plot-Elemente von Pérez "Wonder Woman"- Version blieben im Kinofilm aber erhalten:

Diana's Ursprung / Herkunft (inklusive der göttlichen Vorgeschichte!), Steve Trevor's Bruchlandung auf der Amazonen-Insel (die auch im Film so heißt, wie sie im Comic von Pérez getauft wurde: "Themyscira" !), Etta Candy als quasi- Mitarbeiterin/ Kollegin von Steve Trevor, die Darstellung von Kriegs-Gott "Ares" und seinem heimtückischen Plan, die Menscheit in einen allesvernichtenden Krieg zu stürzen...




Das Ganze wurde von Drehbuch-Autor Heinberg noch um neues, zusätzliches Material (Charactere, Orte) ergänzt. (Mir gefiel im Film besonders, das Diana in unserer Welt zwar ein wenig naiv, aber trotzdem intelligent dargestellt wurde (ähnlich Superman's Anfangs naivem Auftreten in der Welt in "Superman The Movie").

Dazu dann passend zur Ära in der die Film-Version von "Wonder Woman" angesiedelt ist, eine herrlich altmodisch (und doch auch irgenwie modern-daherkommende) Darstellung von Diana's Romanze mit Steve (inklusive Abblende). -seufz- ...charmant auch, das diese Film-Version mit den Hollywood-üblichen Geschlechter-Klischees spielt:  die einzige "Nackt-Szene" im Film hat nicht die Frau (Diana), sondern der Mann (Steve).

Die website SyFyWire hatte zum US-Kino-Starts des Film vor zwei Wochen zwei kurze Video- Interviews mit George Pérez veröffentlicht.

In dem einen geht es um seinen Eindruck vom WW- Kinofilm (bzw. seiner Hoffnung, wie der wohl werden würde, denn obwohl er als einer der Ehrengäste - zusammen mit anderen WW- Zeichnern und -Autoren -  zur Weltpremiere in Los Angeles eingeladen war, konnte er leider aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen).

Im zweiten Interview-Clip erzählt George von der Entstehung seiner Version von Diana und ihrer supporting-cast, die wir alle aus dem Vol. 2 der Serie kennen.









Die erste Storyline von Vol. 2 (## 1 - ca. # 6 oder # 7) bilden den Grundplot, aus dem die Story für den WONDER WOMAN - Kinofilm entstand! DC Comics haben kürzlich zwei umfangreiche Paperbacks veröffentlicht ("Wonder Woman By George Pérez", Vol. 1 und 2) in denen die ersten 24 Heft-Ausgaben  (plus ein Sonderheft / "Annual" sowie zahlreiches Sketch-Material, WW-Cover für andere Magazine usw.) komplett nachgedruckt werden. 



 




Derweil spielt WONDER WOMAN im Kino auch weiterhin erfolgreich.  Laut Branchenblatt "THR" hatte der Film von Regisseurin Patty Jenkins  in den USA auch in seiner dritten Laufwoche noch ungewöhnlich viele Zuschauer/Innen ("one of the best third weekends in history for a superhero film..."). 

...und auch International läuft der Film hervorragend.

Freitag, 16. Juni 2017

Vom "WunderGirl" zur "WunderFrau": WONDER WOMAN in deutschen Comics



"Diana Prince" alias "Wonder Woman" erschien vor deutschem Comic-Publikum anfangs nur als Hintergrund- Character.

In "Superman" # 8 / 1968 (also dem dritten Jahrgang der DC-Serie des Ehapa Verlags) konnte man die Amazone erstmals in Deutschland ganz kurz in wenigen Panels einer "Lois Lane"-Story sehen. Dies geschah in einer Art group-shot der kompletten "Justice League Of America" (die hier ebenfalls erstmals in deutschen Landen zu sehen war). Das Ganze war für Diana also nicht mehr als ein Cameo-Auftritt...

Ein Jahr später (in "Superman" # 9 / 1969) tauchte "WunderGirl" (so tauften die Ehapa- Übersetzer die Figur um, vermutlich um eine Namensähnlichkeit zum damals schon populären "Supergirl" herzustellen) erneut nur als Hintergrundfigur auf... (als JLoA - "Groupie" der während des Startschuß des ersten Wettrennens zwischen "Superman" und "Flash" (Barry Allen) die beiden anfeuert.


Im Laufe der mehrteiligen "Sandman Saga" (auch bekannt als "Kryptonite Nevermore"), innerhalb der "Superman" erstmals eine Art Modernisierung bzw. Relaunch erfahren sollte, tauchte in den Abschluß-  Heften dieser Storyline die jetzt superkraftlose Karate-Expertin "Diana Prince" auf; gemeinsam mit Ihrem damaligen Mentor "I-Ching" ("Superman" ## 22 + 26 / 1971). (Wonder Woman - Fans sprechen gern von dieser Version Dianas als ihre "Emma Peel"-Phase ;)


"Karate-Diana" vs. orientalischen Kriegsdämonen
(der zuvor bereits "Superman" krankenhausreif prügelte -!-)
in "Superman" # 26/1971 (bzw. US # 242)

Erstmals richtig im Mittelpunkt einer Story in Deutschland war "Diana Prince" dann tatsächlich erst  im ersten Heft des achten Jahrgangs ("Superman" # 1 / 1973, Abb. ganz oben rechts!). Hier schaffte sie es nicht nur als Haupt-Character (neben "Superman") in die Story (eine Übernahme aus dem damals als "Superman"- Team-Up- Titel fungierenden US - "World's Finest" Comic!) sondern auch auf's Cover!

Die Story selbst war allerdings ein ziemlich schräger Mix aus Science Fiction (Zeitreise, andere Dimensionen) und damals zeitgenössischen "Tagesthemen" (wie Umweltzerstörung, Studentenunruhen usw.).

Im Jahre 1976 feierte der Ehapa Verlag schließlich stolz "10 Jahre Superman im Ehapa Verlag"; tatsächlich bezog sich das natürlich auch auf einen Großteil anderer DC Lizenz- Serien bzw. -Figuren (wie "Batman", "Supergirl" usw.).


Anläßlich dieses Jubiläums baute man das DC - Programm bei Ehapa dramatisch aus (damals war es dort aber noch nicht üblich, die Comics auf deutsch unter dem Label des US- Verlags-Namens zu veröffentlichen... Alle DC - Neustarts bei Ehapa erschienen daher stets unter dem "Superman präsentiert:" Signet (weil "Superman", auch Dank der erfolgreichen Kinofilme, in Ehapas DC-Veröffentlichungen die mit Abstand populärste Figur war).

So kam es ab Sommer 1976 zur Veröffentlichung der "WunderGirl" - Heft-Reihe, die es bei fortlaufender monatlicher Erscheinungsweise auf immerhin 96 Ausgaben brachte! (Die ersten 47 Hefte waren noch fortlaufend nummeriert; ab dem Jahrgang 1980 erhielten die Hefte dann eine Jahrgangsgebundene Nummerierung, wie sie seit 1966 bereits bei der "Superman" - Hauptserie üblich war.)


Ehapa stieg in seinem "WunderGirl" mit den US-Ausgaben aus dem ca. # 210er -Bereich ein und veröffentlichte hier erstmals jene Geschichten, in denen Mitglieder der "Gerechtigkeits-Liga" ("Justice League Of America") "Diana" bei ihren Abenteuern beobachten um ihr im Anschluß die erneute Mitgliedschaft im Team anzubieten (denn sie hatte, nach dem Verlust ihrer Kräfte innerhalb ihrer US- Heft- Reihe -ca. ab # 178- die "JLoA" verlassen; den kompletten Storybogen mit einer superkräftelosen "Diana Prince" -ca. US # 178 bis 203 aka "Diana Prince: The New Wonder Woman"-  übersprang man aber auch bei Ehapa komplett; lieber fischte man sich schräge Einzel-Stories aus dem vorhandenen US- Fundus) ...

Schnell holte Ehapa den Vorsprung (von damals ca. zwei Jahrgängen) zu den US- Ausgaben auf; dies ermöglichte dem Verlag auch recht zügig ältere Stories aus der Zeit von Ende der 50er bis Anfang der 70er Jahre nachträglich zu veröffentlichen (dies meist als "Back-Ups" / Zweit-Geschichten im Heft). Hierbei kam auch z.T. sehr kurioses Zeugs zum Abdruck...


Die deutsch-sprachigen Abenteuer Dianas kamen schließlich im Herbst 1983 vorzeitig zum Ende. Die letzte Heft-Ausgabe (# 10 / 1983) veröffentlichte Material aus aktuellen US- "Wonder Woman" Heften. Die direkt daran anschließenden Stories (aus US- "Wonder Woman" ## 308 - 312) veröffentlichte man noch in Form eines Superbandes ("Superman's Freunde" # 2) bzw. Albums ("Superman's Freunde" # 6).

Damit endeten die deutschsprachigen Abenteuer der Amazone nur knapp vor dem Ende der US- Serie. "Wonder Woman", Vol. 1 wurde 1986 nach über vierzig Jahren Laufzeit von DC beendet (um dann einige Monate später durch Vol. 2 ersetzt zu werden).


Als Sammler / Leser hätte ich mir damals schon gewünscht, das Ehapa zumindest die letzten drei Hefte der US- Reihe (## 327 bis 329) noch veröffentlicht, in denen "Wonder Woman" die Amazonen und die Götter der griechischen Mythologie in eine letzte Schlacht gegen den Erz-Nemesis "Anti-Monitor" aus der damals laufenden "Crisis On Infinite Earths" führt. (Aber Ehapa hatte damals ja schon auf einen Komplett-Abdruck der "Crisis"-Serie verzichtet, so das es im letzten "Superman"-Heft - Jahrgang (1985)  (und den Taschenbüchern) unentwegt Hinweise auf Ereignisse aus der "Crisis" gab, die ein deutscher Leser gar nicht kennen konnte (wie etwa die Tode von "Flash" und "Supergirl usw.). Von daher macht das Weglassen der letzten Ausgaben der originalen "WW"-Serie irgendwie sogar einen schrägen Sinn --- (?)



Die wirklich empfehlenswerten und exzellenten Geschichten aus "Wonder Woman", Vol. 2 (ab 1987), für die Texter und Zeichner in Personal-Union George Pérez damals sogar Antiken-Museen besuchte und auch ausgiebigst deren Ausstellungs-Kataloge studierte (Internet gab's ja noch nicht!) um seine Version von Diana so nah wie irgendmöglich an der griechischen Mythologie zu orientieren, wurden leider, leider größtenteils nie in Deutschland veröffentlicht...

Mir völlig unverständlich, bilden doch gerade die frühen Ausgaben von Vol. 2 (ca. ## 1 bis 25, die von Pérez nicht nur getextet sondern auch gezeichnet wurden!) den m.M.n. besten Einstieg in die Welt von "Wonder Woman" und ihrer der Mythologie entnommenen Supporting Characters!




(Der erste Storybogen aus Volume 2, also die Ausgaben ## 1 bis 7, wurden kürzlich erstmals auf deutsch innerhalb der "DC Graphic Novel Collection" veröffentlicht. Mir mißfiel hier allerdings, das in der deutschen Übersetzung einige mythologische Figuren statt bei ihren griechischen Namen plötzlich wieder römische Bezeichnungen bekamen.

...das mag jetzt kleinkariert klingen, aber seit George Pérez `87er- Neustart von "Wonder Woman" achteten er und die nachfolgenden Autoren in der US- Ausgabe schon darauf, das die mythologischen Figuren korrekterweise beim griechischen Namen genannt werden; also z.B. "Heracles", nicht etwa "Hercules"!  Bis 1986 (also im ersten Volume der WW-Reihe) legte man bei DC nie besonderen Wert darauf, wie die mythologischen Figuren genannt werden - es herrschte ein römisch-griechisches Namen-Wirrwarr.)


Es wäre traumhaft, wenn Panini sich dazu entschließen könnte, diese frühen WW- Comics von Pérez endlich 'mal komplett auf deutsch zu veröffentlichen (als sehr umfangreiche Paperbacks sind in den USA bei DC bisher zwei Bände -mit den etwa ersten zwanzig Ausgaben plus Annual plus reichlich Bonus-Seiten!- erschienen, die man bei Panini ja als Vorlage nutzen könnte...)


Spätere WW- Stories aus dem 2. Volume der Serie veröffentlichte der Stutttgarter Dino-Verlag vor vielen Jahren als siebenteilige Mini-Serie (# 0, 1 - 6). Hier druckte man einen von Autor William Messner-Loebs getexteten Storybogen, der aber in erster Linie große Popularität erlangte, weil Zeichner Mike Deodato, Jr. "Diana" nicht nur ein für sie absolut untypisches Leder-Biker / SM - Outfit - ! - verpasste, sondern sie unter seinem Zeichenstrich plötzlich auch 'ne Figur hatte die wirkte, als hätte man einer extrem langbeinigen "Barbie"- Puppe zwei Melonen auf Brusthöhe montiert... naja.


...und bei Panini folgte dann später noch eine lesenswerte weitere (vierteilige) Mini-Serie, in der Material aus US- Vol. 2 (Nummernbereich um Heft 170) zur Veröffentlichung kam (inklusive einer "must-read"- Story in der sich Diana und Lois Lane Kent ausgiebigst über Clark / Superman austauschen!)

Seit 2012 erscheinen nunmehr bei Panini die (zumindest aus meiner "Fanboy"-Sicht) nicht so tollen Geschichten aus der "New 52" - Ära (in Form von Paperbacks), derzeit gefolgt von der wirklich exzellenten "Rebirth" - Ära Version von "Wonder Woman".






Donnerstag, 15. Juni 2017

BAT-Update (mit Video!): Zu Ehren von Adam West: Das BAT-SIGNAL über Los Angeles



Szene aus "Batman hält die Welt in Atem" (1966)

Der Bürgermeister von Los Angeles Eric Garcetti wird heute Abend gegen 21h Ortszeit das "Bat-Signal",  während einer speziellen Zeremonie zu Ehren des jüngst verstorbenen "Batman" - Darstellers  Adam West, aktivieren!

Die Trauer-Feierlichkeiten finden in der Los Angeles City Hall statt. Garcetti wird gemeinsam mit einem noch ungenannten "speziellen Ehren-Gast" durch die Veranstaltung führen. Ebenfalls wird der Los Angeles Police Department Chief Charlie Beck anwesend sein.

Nach dem einschalten des "Bat-Signal" soll dieses auf die "Los Angeles City Hall" ausgerichtet werden...

Quelle: THR
 
 
 
the "World's Finest" reunited


BAT-Update: 

mit Ehren-Gast Burt Ward ("Robin"), DC's Jim Lee, dem Bürgermeister und
dem Polizei-Chef  von L.A., hunderten von "Batman"- Fans
und Adam West - Verehrern...

Hinweis für Sammler: Neu-Auflagen für BATMAN # 24 und Dark Days: The Forge # 1



DARK DAYS: THE FORGE # 1 , seit heute auch bei uns im UNFUG erhältlich (mit drei verschiedenen Cover-Motiven!), wurde auf Vertriebsebene als "Out Of Print" (und somit für Händler nicht mehr nachbestellbar) gemeldet!

Der erste von insgesamt zwei überformatigen Oneshots, der der im August startenden DC Event-Serie "Dark Nights: Metal" vorangestellt ist, wird von DC Comics nachgedruckt. "DARK DAYS: THE FORGE # 1" Second printing wird die komplette Story der Autoren Scott Snyder und James Tynion IV mit Artwork der Künstler  Andy Kubert, Jim Lee und John Romita Jr. nachdrucken.

Diese Zweit-Auflage nutzt das Haupt-Cover-Motiv der Erstauflage (siehe Abb.), allerdings neu-coloriert! (Artwork von Jim Lee & Scott Williams). Das Cover dieser Neu-Auflage wird aber nicht über die spezielle Glanz-Lackierung der Erstauflage verfügen... "DARK DAYS: THE FORGE # 1" Second printing sollte bei uns ab 12. Juli zu kaufen sein.






Eine Woche vor der Auslieferung gilt die Neu-Auflage (2nd printing) von "BATMAN" (Vol. 3)  # 24 bereits als "sold out" beim Verlag!

DC kündigt daher bereits jetzt "BATMAN" (Vol. 3)  # 24 Third Printing an, in der die komplette Story von Autor Tom King mit Artwork von David Finch, Danny Miki, Clay Mann und Seth Mann erneut veröffentlicht wird.

Das Heft wird eine schwarz/weiss - Version des Erstauflagen- "regular-" Covers von  David Finch und Danny Miki haben...

(Das Heft wird nach Auslieferung bei uns erhältlich sein!)

Die durch einen Vertriebsfehler bisher nicht zur Auslieferung gekommenen Ausgaben von "Batman" (Vol. 3)  # 24 regular cover (1st print) sowie  "Batman" (Vol. 3) # 24 variant cover edition werden vom Vertrieb nun in der nächsten Woche ausgeliefert, gemeinsam mit  "Batman" (Vol.3)  #24, 2nd printing und der dann aktuellen US-Ausgabe "Batman" (Vol. 3)  # 25 und "Batman" # 25 variant edition.

Alle fünf Ausgaben sollten dann für Euch ab Mitte nächster Woche (21.06.) bei uns in der Torstrasse verfügbar sein!

 

MARVEL Studios' Kevin Feige und DC Entertainment's Geoff Johns ehren gemeinsam Regisseur Richard Donner und seinen "Superman: The Movie"

Richard Donner & Christopher Reeve

 In der vergangenen Woche ehrte die "Academy of Motion Pictures Arts & Sciences" (Verleiher der Academy Awards, bekannt auch als die "Oscars")  den Regisseur und Produzenten Richard Donner für seine Verdienste in der Film Industrie in den vergangenen Jahrzehnten.
 
Bei der Veranstaltung, die im Samuel Goldwyn Theater in Beverly Hills, Kalifornien stattfand sprachen auch Kevin Feige (Marvel Studios President) sowie Geoff Johns  (DC Entertainment President and Chief Creative Officer)  gemeinsam darüber, welchen Einfluß Donner’s “Superman: The Movie” einst auf sie hatte (und auch noch immer hat).

Superman: "Ich trinke nie wenn ich noch fliege..."




“Superman: The Movie is still, to this day, the archetype of the perfect superhero film origin story,” so Marvel's Kevin Feige in seiner Rede.

“...and we watch it before me make almost any one of our films and that’s been the case for the past 17 years since I left the fold to go work for Marvel.”

Übrigens: auch Patty Jenkins, Regisseurin des sehr erfolgreichen "WONDER WOMAN" Kinofilm betonte in Interviews zum Start ihres Films, das sie sich beim Dreh  von "WW" besonders von der Machart von Richard Donner's "Superman: The Movie" hat inspirieren lassen (und nebenbei enthält  ihr "WW"- Film doch auch gleich zwei kurze Sequenzen die eine liebevolle Hommage an "S:TM" darstellen).

Hier der offizielle Video-Mitschnitt der "Academy Of Motion Pictures Arts & Science":


c) 2017 AMPAS

Montag, 12. Juni 2017

WONDER WOMAN - Kinofilm der Regisseurin Patty Jenkins versenkt erfolgreich Mumien, Piraten & Co.!






Branchendienst "deadline.com" vermeldet sehr beeindruckende Einspiel-Ergebnisse für "WONDER WOMAN" auch in der zweiten Spielwoche in den USA!

...Experten erwarten ein Einspiel von ca. $57.2 Million bis zum Wochenende, was quasi bedeutet, das der Film nur etwa 45% weniger Zuschauer hatte als im Vergleich zur Premieren-Woche. (Die meisten Super-Helden- Kinofilme - auch die der Disney/Marvel-Studios!- haben eine Tendenz i.d.R. zwischen 50 und 60 Prozent Zuschauer von Woche Eins zu Woche Zwei zu verlieren!)

Das Einspiel von "Wonder Woman" schlägt schon jetzt (im Vergleichszeitraum) die Einspielergebnisse der DC- Kinofilm-Produktionen "Batman v Superman: Dawn of Justice" ($51.3 million) und "Suicide Squad" ($43.5 million), auch wenn "Wonder Woman" am Premieren-Wochenende weniger als diese einspielte ($166 Million, $133.6 Million zu $103.2 Million).

Im direkten Vergleich ist "Wonder Woman" (mit wenigen Ausnahmen) schon jetzt erfolgreicher als die meisten der bisherigen Marvel-Verfilmungen...

Tatsächlich ist der relativ mäßige Rückgang der Zuschauerzahlen von "Wonder Woman" in der 2. Einspiel-Woche bisher nur von einer anderen Super-Helden Verfilmung (mit über $100 Million Produktionskosten) unterboten worden: Sam Raimi’s erster "Spider-Man" Kinofilm verzeichnete damals einen Rückgang in den Zuschauerzahlen in Woche Zwei von nur 37%!  

Deadline.com (aber auch "The Hollywood Reporter" und "Variety") sind sich sicher, das dieses positive Ergebnis von DCs Amazonen-Kriegerin darauf basiert, das dies der erste der "neuen" DC-Kinofilme ist, der sowohl von Publikum wie auch Kritik sehr positiv und wohlwollend angenommen wurde.

Experten gehen davon aus, das der Film wesentlich schneller als z.B. "Suicide Squad" oder "Batman V Superman" seine Produktionskosten wieder eingespielt haben wird (dabei ist der Streifen der Regisseurin Patty Jenkins bisher noch gar nicht in allen Ländern in den Kinos gestartet; so läuft er bei uns z.B. erst ab kommenden Donnerstag!)

Auf jeden Fall hat "Wonder Woman" bereits den Relaunch der "Mumie" mit Tom Cruise versenkt (und zumindest in den USA auch den fünften Aufguß der "Pirates Of The Caribbean" auf die Plätze verwiesen).




c) 2017 DCE / WB

"Batman" Adam West - R.I.P.





Adam West, der Darsteller des "Caped Crusader" in der 60er Jahre Fernsehserie, ist am vergangenen Wochenende im Alter von 88 Jahren an den Folgen der Leukemie verstorben.

West’s bekannteste Rolle war natürlich die von Bruce Wayne alias Batman, sowohl in der Kinofilm-Fassung "Batman: The Movie" ("Batman hält die Welt in Atem") aus dem Jahre 1966 wie auch der drei Staffeln lang erfolgreich gelaufenen "Batman" TV-Serie (die uns im Deutschen Fernsehen mit gut zwanzigjähriger Verspätung erreichte (im Zuge der durch Tim Burton's "Batman"- Verfilmung losgetretener "Batmania").

Im Gegensatz zu späteren Batman-Darstellungen, war West' Batman ein sehr charmanter und humorvoller Character.
Art by Sienkiewicz
West Schauspiel-Karriere begann bereits in den fünfziger Jahren. Er lebte von kleineren Nebenrollen in Western- und Kriminal- Fernseh-Serien. Nach einer größeren Hauptrolle in der letzten Staffel von "The Detectives" (1961-1962) schaffte er den Sprung auf die Kino-Leinwand. In dem Science Fiction Film- Klassiker "Robinson Crusoe on Mars" (1964) spielte er einen der beiden Astronauten.

Danach übernahm er schließlich die Rolle, die ihn weltberühmt machen sollte (und die auch dafür sorgte, das er danach große Proble bekam andere Rollen spielen zu können)"Batman" 

Den "Batman" Part sprach er auch in der Zeichentrick-Fassung der "Batman"-Serie ("The New Adventures of Batman") (1977), "SuperFriends" (1984) und anderen Projekten.

In den "Simpsons" spielte/ sprach er sich selbst, in Seth McFarlane’s "Family Guy" spielte / sprach er den "Bürgermeister Adam West"! West klang, trotz der Probleme die er nach dem Ende der "Batman"-Serie hatte, nie verbittert über diese Rolle! Er war regelmäßiger und gern gesehener Gast auf US-Comic Conventions und wurde dort von den Fans geehrt.

West hinterläßt seine Ehefrau Marcelle, sechs Kinder, fünf Enkelkinder, sowie zwei Ur-Enkel.

"The Hollwood Reporter" über Adam West:
"A Campy Batman Who Was Always in on the Joke"


Adam West in der wikipedia
Adam West in der imdb




“The tone of our first show, by Lorenzo Semple Jr., was one of absurdity and tongue in cheek to the point that I found it irresistible. I think they recognized that in me from what they’d seen me do before. I understood the material and brought something to it. You can’t play Batman in a serious, square-jawed, straight-ahead way without giving the audience the sense that there’s something behind that mask waiting to get out, that he’s a little crazed, he’s strange.” 
- Adam West

 
 ...im zarten Alter von 9 Jahren sah der Autor dieser Zeilen 
erstmals "Batman hält die Welt in Atem" als Wiederaufführung im
kleinen Bezirkskino ("gleich um die Ecke"), und ist bis
zum heutigen Tage überzeugt, eine der besten BATMAN-Verfilmungen
 aller Zeiten gesehen zu haben.




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 Adam West 
19. September 1928 – 9. Juni 2017
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