Samstag, 12. Mai 2018

Signierstunde mit Jeff Lemire

Zeit: Montag, 4.6.2018, 15 bis 17 Uhr
Ort: Torstrasse 75, Berlin Mitte
©  Jeff Lemire / Internationaler Comic-Salon

Als ich das erste Mal auf Jeff Lemire gestossen bin, hielt ich sein „Essex County“ in Händen. Mich hatte der fahrige Strich, mit dem er Licht und Schatten und vor allem die unglaubliche Weite der Landschaft sichtbar machte, sofort in seinen Bann gezogen. Hinzu kam der fesselnde Aufbau der Spannungsbögen zwischen den Hauptpersonen, dem auf der Farm seines Onkel lebenden Jungen, Lester, der sich in eine eigene Superheldenidentität flüchtet und deshalb Cape und Maske trägt und dem ehemaligen Eishockeyspieler, Jimmy Lebeuf, den ich als Kandidaten ansah, Lesters leiblicher Vater zu sein.
Die Trilogie „Essex County“ war nach „Lost Dogs“ sein zweites Werk und wurde gleich für den „Eisner“- und den „Harvey“-Award nominiert.

Seither reisst seine Produktivität nicht mehr ab:
Er schreibt und zeichnet nicht nur eigene Geschichten, er ist auch als Texter gefragt und bringt so frische Impulse in stagnierende Serien.
Der Anlass unserer Signierstunde ist Jeffs Einladung zum diesjährigen Comicsalon Erlangen und das im Splitter Verlag erschienene „Black Hammer“, das er getextet und Dean Ormston („Sandman“ und „Lucifer“) in düstere Bilder umgesetzt hat
In „Black Hammer“ entführt uns Jeff Lemire in eine Kleinstadt, in die es fünf Superhelden aus Spiral City nach einem Kampf gegen ihren Erzfeind verschlagen hat. Da die fünf nicht mehr in ihre Welt zurückkehren können, versuchen sie sich an einer eigenen, eigenwilligen Form des Familienlebens.
Heraus gekommen ist dabei eine Verbeugung vor dem Superheldengenre und zugleich ein Abgesang darauf.
„Black Hammer“ ist für den „Max und Moritz“-Preis 2018 nominiert.


©Splitter Verlag GmbH & Co. KG Bielefeld 2018

Jeff Lemire / Dean Ormston
Black Hammer # 01: Vergessene Helden
Splitter neu
19,80 Euro


Auszug der lieferbaren Bücher:
Jeff Lemire / Jeff Huet / John Paul Leon / Travel Foreman
Animal Man Vol. 01-05: The Hunt (DC New 52) TP
DC / Vertigo
13,95 / 14,95 Euro
 

Damon Lindelof / Tom Taylor / Steve Niles / Jeff Lemire / Templesmith
Batman - Megaband # 01 (enthält Hefte "Legends of the Dark Knight" 2012 # 1-9)
DC-Deutschland (Panini)
26 Euro
 

Jeff Lemire
Complete Essex County TP
Top Shelf Productions
29,95 Euro
 

Jeff Lemire / Dustin Nguyen
Descender - Vol. 01-05
Image
9,95 - 16,95 Euro
 

Jeff Lemire / Dustin Nguyen
Descender # 01 - 04 Splitter neu
19,80 - 22,80 Euro
 

Jeff Lemire / Greg Smallwood / James Stokoe / Francesco Francavilla
Moon Knight # 01 - 03
Marvel-Deutschland
14,99 - 16,99 Euro
 

Jeff Lemire
Roughneck HC
Gallery Books
19,95 Euro
 

Jeff Lemire
Sweet Tooth - Deluxe Edition Vol. 01 TP
DC (USA)
24,95 Euro
 

Jeff Lemire
Sweet Tooth #01 - 06
Panini Vertigo
14,95 - 19,99 Euro
 

Jeff Lemire
The Nobody TP
DC (USA)
14,95 Euro
 
Jeff Lemire
Trillium TP
Vertigo (US)
16,95 Euro

Jeff Lemire
Underwater Welder
Top Shelf Productions
18,95 Euro

Dienstag, 8. Mai 2018

Wissenswertes zum GratisComicTag am kommenden Samstag, 12. Mai

Am kommenden Samstag, d. 12. Mai findet in unseren beiden Filialen (und bei bundesweit ca. 300 weiteren Händlern) der Gratis Comic Tag statt.

Da der Andrang an diesem Tag ziemlich groß sein wird, wäre es schön, wenn ihr eine Vorauswahl von ca. 3-5 Titeln trefft, die euch interessieren - und da wir von diesen Titeln nur eine begrenzte Menge vorrätig haben, kann es sein, dass ihr eure Wunschtitel nicht alle erhaltet ... (und sollte euch ein geschenkter Comic absolut nicht gefallen, sprecht uns bitte an, da arrangieren wir dann schon mal einen Umtausch).

Die "offiziellen Regeln" in Kürze:

Was passiert denn nun eigentlich am Gratis Comic Tag? Wo bekomme ich die Comics her und was für Regeln gelten? Wie kommt der Gratis Comic Tag überhaupt zustande?

Eigentlich ist das alles ganz einfach: 35 speziell für diesen Tag produzierte Comics liegen am 12. Mai 2018 bei allen teilnehmenden Händlern aus. Alle, die diese Comics mitnehmen möchten - und zwar vollkommen gratis - können zu den Händlern gehen und sich ihre Favoriten auswählen. Wichtig: Nur diese 35 Comics sind gratis, andere Comics im Sortiment der Händler nicht.

In der Regel werden die Händler nur eine begrenzte Anzahl an die Interessenten heraus geben. Der Durchschnitt lag in den vergangenen Jahren bei 3-4 Heften je Interessent. Daher raten wir dazu im Vorfeld eine Vorauswahl zu treffen, so dass Ihr direkt die Titel nennt, die Euch interessieren.

Die Comics werden ohne "Vorbedingungen" verteilt, ihr müsst also nichts kaufen. Aber ihr könnt natürlich - und wir würden uns darüber freuen! Und wer weiß, vielleicht gibt's dann noch das eine oder andere Heft oben drauf...

Der Gratis Comic Tag ist eine gemeinsame Aktion von etlichen deutschen Comicverlagen und Comic-Fachhändlern. Die Verlage produzieren die 35 Comics. Die Comics müssen zum Teil übersetzt werden, zum Teil werden sie aber auch exklusiv für diesen Tag gezeichnet und getextet. Die ganze Produktion wird von den Verlagen finanziert. Was noch bleibt ist der Druck der Hefte. Und hierfür bezahlen die Händler.

Hier gibt's schon erste "Rezensionen" bzw. ausführlichere Besprechungen dieser Hefte, die euch die Vorauswahl erleichtern sollen:
Mháire von der Late Nerd Show stellt ALLE GratisComicTag-Comics vor.
splashcomics.de mit ersten Einzelrezensionen der Hefte (wird täglich erweitert).
ZOMBIAC  konzentriert sich auf die US-amerikanischen-GratisComicTag-Titel.

Detaillierte Beschreibungen zu allen Titeln findet ihr auf gratiscomictag.de.

Wir freuen uns auf Euch!

Freitag, 4. Mai 2018

Jack Kirby's "New Gods" standen Pate: THANOS - der Superschurke aus "Avengers: Infinity War"


sehr früher "Thanos" Entwurf; ein Mix aus "Metron" & "Darkseid"


Die Abbildung oben zeigt einen der frühesten "Thanos" Entwürfe der beiden Comic-Künstler Jim Starlin und Rich Buckler aus dem Jahr 1971. (Seinen offiziellen Erst-Auftritt hatte die Figur dann erst 1973 in Marvels "Invincible Iron Man" (Vol. 1) # 55 )

Wie (zumindest älteren) Comic-Sammlern bekannt sein dürfte, war Starlin damals von Jack Kirby's - für DC in 1970 kreierten - "New Gods" Characteren sehr angetan.

Zu gerne hätte er "Darkseid" (Erst-Auftritt in DCs "Superman's Pal Jimmy Olsen" # 134, 1970) in seinen kosmischen Stories, die er zu jener Zeit für Marvel zu gestalten begann, auch verwendet...

was natürlich nicht machbar war. Also gestaltete er sich seinen eigenen kosmischen Überschurken, und ließ sich hierbei aber besonders von DCs New Gods  "Darkseid" und "Metron" inspirieren...

Starlin äußerte sich hierzu im Auktions-Katalog, in dem das oben abgebildete original Artwork angeboten wurde:   

"Thanos" - now

“This is probably one of the first concept drawings of Thanos I ever did, ...

... the design was done long before I started working at Marvel… 

...Jack Kirby’s Metron is clearly the more dominant influence in this character’s look. Not Darkseid. Both [Darkseid and Thanos] started off much smaller than they originally became. 

This was one of the drawings I had in my portfolio when I was hired by Marvel. It was later inked by Rich Buckler.”

Als Starlin dem damaligen Marvel-Redakteur und -Autoren Roy Thomas ("Conan", "All-Star Squadron", "Alter Ego") diese ersten Sketche zeigte, in denen sein  "Thanos" in einem "Metron"-ähnlichen Sessel saß, empfahl dieser ihm aber folgendes:

"Beef him up! If you're going to steal one of the New Gods, at least rip off Darkseid, the really good one!"

Der Rest ist (Comic-) Geschichte...

 "Darkseid"



 ...und wer es gern wesentlich ausführlicher hat:

In der aktuellen Ausgabe des stets lesenswerten Comic-Fachmagazins "Die Sprechblase" (# 238) findet sich neben vielem anderen auch ein mehrerer Seiten langer historischer Abriss der "Thanos" Figur: Einflüsse, der kreative Enstehungsprozess, Interview-Auszüge mit Comic-Schaffenden usw. Daher erspare ich uns jetzt hier ein Traktat über die Historie dieser Figur ;)

Das umfangreiche Magazin ist bei uns im UNFUG erhältlich!


Mittwoch, 2. Mai 2018

ABSOLUT UNGEEIGNET FÜR JEDE ALTERSGRUPPE!

Die KRANKE COMICS - GESAMTAUSGABE ist vor zwei Wochen erschienen, aber Klaus Cornfield ist mit den Verkaufszahlen nicht zufrieden und hat uns deshalb V.J. Slam auf den Hals gehetzt, damit das Ding besser läuft! Also, hier findet ihr den Dreck:


Wer noch überzeugt werden muss, kann sich hier dezent vorbilden:

Einer der Klassiker des deutschsprachigen Undergrounds - niedlich und verstörend zugleich!
Weissblech Comics

Diese Comics sind nicht nur krank, sie fegen festgefügte Gewissheiten und Überzeugungen davon.
Comic Radio Show

Die Schmuddel-Heftserie "Kranke Comics" wagt den Brückenschlag von herzlichen Bärchengeschichten zu übelster Pornografie, Drogenmissbrauch und Gewalt. Sie beeinflusste eine ganze Reihe Zeichner seiner Generation zu ihrem eindeutigen Nachteil.
maikeldas

Freitag, 27. April 2018

"2018 Will Eisner Comic Industry Awards" - die Nominierungen...



Die Nominierungen für die "Oscars" der US-Comic-Branche, die "2018 Will Eisner Comic Industry Awards", wurden bekanntgegeben.


Fantagraphics' My Favorite Thing Is Monsters von Emil Ferris sowie Image’s Monstress von Marjorie Liu und Sana Takeda erhielten beide Nominierungen in jeweils fünf Kategorien.

DC’s Mister Miracle und die Neuinterpretation der Flintstones sind in jeweils drei Kategorien nomiert worden.



Fantagraphics und Image führen die Verlage mit den jeweils meisten Nominierungen an (16 bzw. 13)!
Marvel ist auch in diesem Jahr wieder für Hefte / Serien nominiert worden, die der Verlag inzwischen längt wieder abgebrochen bzw. eingestellt hat (so wurde "Black Panther: World Of Wakanda" noch vor Auslieferung der #1 von der ongoing zur "limited series" reduziert, nomierte Titel wie etwa "Black Bolt" oder "Hawkeye" sind zügig eingestellt worden usw.)


Die Gewinner werden am Abend der "Eisner Award Gala" auf der "San Diego Comic-Con", am Freitag, 20. Juli feierlich bekanntgegeben.

Mehr Hintergrund-Infos (wer darf abstimmen, Auswahlkriterien usw.) gibt es z.B. HIER!

die hier nominierten Comic Books (Hefte), "Graphic Novels" ( = Paperbacks und Hardcovers), Magazine usw. sind im UNFUG erhältlich (bzw. kurzfristig nachbestellbar), sofern von Verlagsseite lieferbar! 


Best Short Story
  • “Ethel Byrne,” von Cecil Castelluci und Scott Chantler, in Mine: A Celebration of Liberty and Freedom for All Benefiting Planned Parenthood (ComicMix)
  • “Forgotten Princess,” von Phillip Kennedy Johnson und Antonio Sandoval, in Adventure Time Comics #13 (kaboom!)
  • ”A Life in Comics: The Graphic Adventures of Karen Green,” von Nick Sousanis, in Columbia Magazine (Summer 2017)
  • “Small Mistakes Make Big Problems,” von Sophia Foster-Dimino, in Comics for Choice (Hazel Newlevant)
  • “Trans Plant,” von Megan Rose Gedris, in Enough Space for Everyone Else (Bedside Press)

Best Single Issue/One-Shot
  • Barbara, von Nicole Miles (ShortBox)
  • Hellboy: Krampusnacht, von Mike Mignola & Adam Hughes (Dark Horse)
  • Pope Hats #5, von Ethan Rilly (AdHouse Books)
  • The Spotted Stone, von Rick Veitch (Sun Comics)
  • What Is Left, von Rosemary Valero-O’Connell (ShortBox)

Best Continuing Series
  • Black Hammer, von Jeff Lemire, Dean Ormston und David Rubín (Dark Horse)
  • Giant Days, von John Allison, Max Sarin und Liz Fleming (BOOM! Box)
  • Hawkeye, von Kelly Thompson, Leonardo Romero und Mike Walsh (Marvel)
  • Monstress, von Marjorie Liu und Sana Takeda (Image)
  • The Wicked + The Divine, von Kieron Gillen und Jamie McKelvie (Image)

Best Limited Series
  • Black Panther: World of Wakanda, von Roxane Gay, Ta-Nehisi Coates und Alitha E. Martinez (Marvel)
  • Extremity, von Daniel Warren Johnson (Image/Skybound)
  • The Flintstones, von Mark Russell, Steve Pugh, Rick Leonardi und Scott Hanna (DC)
  • Mister Miracle, von Tom King und Mitch Gerads (DC)
  • X-Men: Grand Design, von Ed Piskor (Marvel)

Best New Series
  • Black Bolt, von Saladin Ahmed und Christian Ward (Marvel)
  • Grass Kings, von Matt Kindt und Tyler Jenkins (BOOM! Studios)
  • Maestros, von Steve Skroce (Image)
  • Redlands, von Jordie Belaire und Vanesa Del Rey (Image)
  • Royal City, von Jeff Lemire (Image)

Best Humor Publication

  • Baking with Kafka, von Tom Gauld (Drawn & Quarterly)
  • Batman/Elmer Fudd Special # 1, von Tom King, Lee Weeks und Byron Vaughn (DC)
  • The Flintstones, von Mark Russell, Steve Pugh, Rick Leonardi und Scott Hanna (DC)
  • Rock Candy Mountain, von Kyle Starks (Image)
  • Wallace the Brave, von Will Henry (Andrews McMeel)
Best Anthology

  • A Bunch of Jews (and Other Stuff): A Minyen Yidn, von Max B. Perlson, Trina Robbins et al. (Bedside Press)
  • A Castle in England, von Jamie Rhodes et al. (Nobrow)
  • Elements: Fire, A Comic Anthology by Creators of Color, edited by Taneka Stotts (Beyond Press)
  • Now #1, edited by Eric Reynolds (Fantagraphics)
  • The Spirit Anthology, edited by Sean Phillips (Lakes International Comic Art Festival)
Best Graphic Album—New

  • Crawl Space, by Jesse Jacobs (Koyama Press)
  • Eartha, by Cathy Malkasian (Fantagraphics)
  • My Favorite Thing Is Monsters, by Emil Ferris (Fantagraphics)
  • Stages of Rot, by Linnea Sterte (Peow)
  • The Story of Jezebel, by Elijah Brubaker (Uncivilized Books)
Best Graphic Album—Reprint

  • Boundless, by Jillian Tamaki (Drawn & Quarterly)
  • Fantagraphics Studio Edition: Black Hole by Charles Burns, edited by Eric Reynolds (Fantagraphics)
  • Small Favors: The Definitive Girly Porno Collection, by Colleen Coover (Oni/Limerence)
  • Sticks Angelica, Folk Hero, by Michael DeForge (Drawn & Quarterly)
  • Unreal City, by D. J. Bryant (Fantagraphics)
Best Adaptation from Another Medium

  • Beowulf, adapted by Santiago García and David Rubín (Image)
  • H. P. Lovecraft’s The Hound and Other Stories, adapted by Gou Tanabe, translated by Zack Davisson (Dark Horse)
  • Herman Melville’s Moby Dick, adapted by Christophe Chabouté, translated by Laure Dupont (Dark Horse)
  • Kindred, by Octavia Butler, adapted by Damian Duffy and John Jennings (Abrams ComicArts)
Best U.S. Edition of International Material

  • Audubon: On the Wings of the World, by Fabien Grolleau and Jerémie Royer, translated by Etienne Gilfillan (Nobrow)
  • Flight of the Raven, by Jean-Pierre Gibrat, translated by Diana Schutz and Brandon Kander (EuroComics/IDW)
  • FUN, by Paolo Bacilieri, translated by Jamie Richards (SelfMadeHero)
  • Ghost of Gaudi, by El Torres and Jesús Alonso Iglesias, translated by Esther Villardón Grande (Lion Forge/Magnetic)
  • The Ladies-in-Waiting, by Santiago García and Javier Olivares, translated by Erica Mena (Fantagraphics)
  • Run for It: Stories of Slaves Who Fought for the Freedom, by Marcelo D’Salete, translated by Andrea Rosenberg (Fantagraphics)
Best U.S. Edition of International Material — Asia

  • Furari, by Jiro Taniguchi, translated by Kumar Sivasubramanian (Fanfare/Ponent Mon)
  • Golden Kamuy, by Satoru Noda, translated by Eiji Yasuda (VIZ Media)
  • My Brother’s Husband, vol. 1, by Gengoroh Tagame, translated by Anne Ishii (Pantheon)
  • Otherworld Barbara, vol. 2, by Moto Hagio, translated by Matt Thorn (Fantagraphics)
  • Shiver: Junji Ito Selected Stories, by Junji Ito translated by Jocelyne Allen (VIZ Media)
Best Archival Collection/Project — Strips

  • Celebrating Snoopy, by Charles M. Shulz, edited by Alexis E. Fajardo and Dorothy O’Brien (Andrews McMeel)
  • Crazy Quilt: Scraps and Panels on the Way to Gasoline Alley, by Frank King, edited by Peter Maresca (Sunday Press)
  • Foolish Questions and Other Odd Observations, by Rube Goldberg, edited by Peter Maresca and Paul C. Tumey (Sunday Press Books)
  • Sky Masters of the Space Force: The Complete Dailies, by Jack Kirby, Wally Wood et al., edited by Daniel Herman (Hermes Press)
  • Star Wars: The Classic Newspaper Strips, vol. 1, by Russ Manning et al., edited by Dean Mullaney (LOAC/IDW)
  
Best Archival Collection/Project — Comic Books

  • Akira 35th Anniversary Edition, by Katsuhiro Otomo, edited by Haruko Hashimoto, Ajani Oloye, and Lauren Scanlan (Kodansha)
  • Behaving MADly, edited by Craig Yoe (Yoe Books/IDW)
  • The Collected Neil the Horse, by Arn Saba/Katherine Collins, edited by Andy Brown (Conundrum)
  • Fantagraphics Studio Edition: Jaime Hernandez, edited by Gary Groth (Fantagraphics)
  • Will Eisner: The Centennial Celebration, 1917-2017, by Paul Gravett, Denis Kitchen, and John Lind (Kitchen Sink/Dark Horse)
Best Writer

  • Tom King, Batman, Batman Annual #2, Batman/Elmer Fudd Special #1, Mister Miracle (DC)
  • Matt Kindt, Grass Kings (BOOM! Studios); Ether (Dark Horse); Eternity, X-O Manowar (Valiant)
  • Jeff Lemire, Black Hammer (Dark Horse); Descender (Image)
  • Marjorie Liu, Monstress (Image)
  • Mark Russell, The Flintstones (DC)
Best Writer/Artist

  • Lorena Alvarez, Night Lights (Nobrow)
  • Chabouté, Moby Dick (Dark Horse); Alone, The Park Bench (Gallery 13/Simon & Schuster)
  • Emil Ferris, My Favorite Thing Is Monsters (Fantagraphics)
  • Cathy Malkasian, Eartha (Fantagraphics)
  • Jiro Taniguchi, Furari, Louis Vuitton Travel Guide: Venice (Fanfare/Ponent Mon)
Best Penciller/Inker or Penciller/Inker Team

  • Isabelle Arsenault, Louis Undercover (Groundwood Books/House of Anansi)
  • Mitch Gerads, Mister Miracle (DC)
  • Gary Gianni, Hellboy: Into the Silent Sea (Dark Horse)
  • Ramón K. Perez, Jane (Archaia)
  • David Rubín, Black Hammer #9 & #12, Ether, Sherlock Frankenstein #1–3 (Dark Horse); Beowulf (Image)
Best Painter/Multimedia Artist (interior art)

  • Federico Bertolucci, Love: The Dinosaur, Little Tails (Lion Forge/Magnetic)
  • EFA, Monet: Itinerant of Light (NBM)
  • Jean-Pierre Gibrat, Flight of the Raven (EuroComics/IDW)
  • Cyril Pedrosa, Portugal (NBM)
  • Sana Takeda, Monstress (Image)
Best Cover Artist

  • Jorge Corona, No. 1 with a Bullet (Image)
  • Nick Derington, Mister Miracle (DC); Doom Patrol (DC Young Animal)
  • Brian Stelfreeze, Black Panther (Marvel)
  • Sana Takeda, Monstress (Image)
  • Julian Totino Tedesco, Hawkeye (Marvel)
Best Coloring

  • Emil Ferris, My Favorite Thing Is Monsters (Fantagraphics)
  • Mitch Gerads, Mister Miracle (DC)
  • Ed Piskor, X-Men: Grand Design (Marvel)
  • David Rubín, Ether, Black Hammer, Sherlock Frankenstein (Dark Horse); Beowulf (Image)
  • Dave Stewart, Black Hammer, BPRD: Devil You Know, Hellboy: Into the Silent Sea, Sherlock Frankenstein, Shaolin Cowboy (Dark Horse); Maestros (Image)
  • Rosemary Valero-O’Connell, What Is Left (ShortBox)
Best Lettering

  • Isabelle Arsenault, Louis Undercover (Groundwood Books/House of Anansi)
  • Clayton Cowles, Bitch Planet: Triple Feature, Redlands, The Wicked + The Divine (Image); Black Bolt, Spider-Gwen, Astonishing X-Men, Star Wars (Marvel)
  • Emil Ferris, My Favorite Thing Is Monsters (Fantagraphics)
  • Stan Sakai, Usagi Yojimbo, Groo: Slay of the Gods (Dark Horse)
  • John Workman, Mother Panic (DC Young Animal); Ragnorak (IDW)

Best Comics-Related Periodical/Journalism

  • Alter Ego, edited by Roy Thomas (TwoMorrows)
  • The Comics Journal, edited by Dan Nadel, Timothy Hodler, and Tucker Stone, tcj.com (Fantagraphics)
  • Hogan’s Alley, edited by Tom Heintjes
  • Jack Kirby Collector, edited by John Morrow (TwoMorrows)
  • PanelXPanel Magazine, edited by Hassan Otsmane-Elhaou, panelxpanel.com

Weitere Nominierungen:

Best Publication for Early Readers (up to age 8)

  • Adele in Sand Land, by Claude Ponti, translated by Skeeter Grant and Françoise Mouly (Toon Books)
  • Arthur and the Golden Rope, by Joe Todd-Stanton (Flying Eye/Nobrow)
  • Egg, by Kevin Henkes (Greenwillow Books)
  • Good Night, Planet, by Liniers (Toon Books)
  • Little Tails in the Savannah, by Frederic Brrémaud and Federico Bertolucci, translated by Mike Kennedy (Lion Forge/Magnetic)
Best Publication for Kids (ages 9–12)

  • Bolivar, by Sean Rubin (Archaia)
  • Home Time (Book One): Under the River, by Campbell Whyte (Top Shelf)
  • Nightlights, by Lorena Alvarez (Nobrow)
  • The Tea Dragon Society, by Katie O’Neill (Oni)
  • Wallace the Brave, by Will Henry (Andrews McMeel)
Best Publication for Teens (ages 13-17)

  • The Dam Keeper, by Robert Kondo and Dice Tsutsumi (First Second/Tonko House)
  • Jane, by Aline Brosh McKenna and Ramón K. Pérez (Archaia)
  • Louis Undercover, by Fanny Britt and Isabelle Arsenault, translated by Christelle Morelli and Susan Ouriou (Groundwood Books/House of Anansi)
  • Monstress, by Marjorie Liu and Sana Takeda (Image)
  • Spinning, by Tillie Walden (First Second)

Best Reality-Based Work

  • Audubon: On the Wings of the World, by Fabien Grolleau and Jerémie Royer, translated by Etienne Gilfillan (Nobrow)
  • The Best We Could Do, by Thi Bui (Abrams ComicArts)
  • Calamity Jane: The Calamitous Life of Martha Jane Cannary, 1852–1903, by Christian Perrissin and Matthieu Blanchin, translated by Diana Schutz and Brandon Kander (IDW)
  • Lennon: The New York Years, by David Foenkinos, Corbeyran, and Horne, translated by Ivanka Hahnenberger (IDW)
  • Spinning, by Tillie Walden (First Second)

Best Comics-Related Book

  • Deconstructing the Incal by Alejandro Jodorowsky and Moebius, by Jean Annestay and Christophe Quillien (Humanoids)
  • How Comics Work, by Dave Gibbons and Tim Pilcher (Wellfleet Press/Quarto Group)
  • How to Read Nancy: The Elements of Comics in Three Easy Panels, by Paul Karasik and Mark Newgarden (Fantagraphics)
  • Line of Beauty: The Art of Wendy Pini, by Richard Pini (Flesk)
  • Monograph, by Chris Ware (Rizzoli)
  • To Laugh That We May Not Weep: The Life and Times of Art Young, by Glenn Bray and Frank M. Young (Fantagraphics)
Best Academic/Scholarly Work

  • The Comics of Charles Schulz: The Good Grief of Modern Life, edited by Jared Gardner and Ian Gordon (University Press of Mississippi)
  • Ethics in the Gutter: Empathy and Historical Fiction in Comics, by Kate Polak (Ohio State University Press)
  • Latinx Superheroes in Mainstream Comics, by Frederick Luis Aldama (University of Arizona Press)
  • Neon Visions: The Comics of Howard Chaykin, by Brannon Costello (LSU Press)
  • Picturing Childhood: Youth in Transnational Comics, edited by Mark Heimermann and Brittany Tullis (University of Texas Press)
Best Publication Design

  • Akira 35th Anniversary Edition, designed by Phil Balsman, Akira Saito (Veia), NORMA Editorial, and MASH•ROOM (Kodansha)
  • Celebrating Snoopy, designed by Spencer Williams and Julie Phillips (Andrews McMeel)
  • Monograph, designed by Chris Ware (Rizzoli)
  • My Favorite Thing Is Monsters, designed by Jacob Covey (Fantagraphics)
  • Will Eisner: The Centennial Celebration, 1917-2017, designed by John Lind (Kitchen Sink/Dark Horse)
Best Digital Comic

  • Bandette, by Paul Tobin and Colleen Coover (Monkeybrain/comiXology)
  • Barrier, by Brian K. Vaughan and Marcos Martin (Panel Syndicate)
  • The Carpet Merchant of Konstaniniyya, by Reimena Yee (reimenayee.com/the-carpet-merchant)
  • Contact High, by James F. Wright and Josh Eckert (gumroad.com/l/YnxSm)
  • Harvey Kurtzman’s Marley’s Ghost, by Harvey Kurtzman, Josh O’Neill, Shannon Wheeler, and Gideo Kendall (comiXology Originals/Kitchen, Lind & Associates)
  • Quince, by Sebastian Kadlecik, Kit Steinkellner, and Emma Steinkellner, translated by Valeria Tranier (Fanbase Press/comiXology)
Best Webcomic

  • Awaiting a Wave, by Dale Carpenter and Nate Powell, features.weather.com/us-climate-change/arkansas (The Weather Channel Digital)
  • Brothers Bond, by Kevin Grevioux and Ryan Benjamin, www.webtoons.com/en/action/brothers-bond/list?title_no=1191 (LINE Webtoon)
  • Dispatch from a Sanctuary City, by Mike Dawson, https://thenib.com/dispatch-from-a-sanctuary-city (The Nib)
  • The Tea Dragon Society, by Katie O’Neill, teadragonsociety.com
  • Welcome to the New World, by Jake Halpern and Michael Sloan, www.michaelsloan.net/welcome-to-the-new-world/ (New York Times Sunday Review).

Donnerstag, 19. April 2018

It's "international stoner holiday": REEFER MADNESS - Satan's Cigarettes Paperback

Zigarettenpause...

Official Press Release:

"Just in time to celebrate the international stoner holiday 4/20 Dark Horse has teamed up with multiple Eisner-Award-winning editor and designer Craig Yoe to bring readers this newest collection of wacky, wild, and culturally relevant comics about the comically misinformed “dangers” of marijuana with Reefer Madness in an affordable paperback edition! 

And with the likes of Jeff Sessions lurking like a cartoon villain ready to snatch away recreational cannabis, Reefer Madness is as relevant now as it was during the baby boom! From the 1930’s to the 1950’s and beyond, hysteria surrounded marijuana and its effects on the youth of America. 

Reefer Madness collects hilariously hysterical short stories such as “Satan’s Cigarettes”; “Hopped-Up Killer”; “Teenage Dope Slaves”; “We Can Stop The Enemies of Youth”; “My Scandalous Affair!”; “Dope Menace”; “Holiday of Horror!”, “Hooked!” and many more! 

“This is one of the most fun books I’ve ever put together. Some of the writers and artists that created these comics must have been smoking something to concoct these ludicrous and loony tales of youth gone bad!” said Yoe

“The comics will serve up lots of lusty laughs for those who partake of contraband ‘giggle-smoke.’ Others attempting to snuff out the wicked marijuana cigarettes that they are sure to unleash unbridled passions will see these comics as moral tales of dire warning!” 

For an eye-popping look at Reefer Madness, check out the dope trailer on YouTube (siehe Video unten!)

 Reefer Madness TPB is available now at your local comic shop. Priced at only $19.99, you can use the savings for your next trip to the dispensary in any of the ten states where recreational marijuana is now legal." (bzw. in Berlin erhältlich auf ausgewählten U- & S- Bahnhöfen, in Parkanlagen, Clubs, Schulhöfen...  usw.).

REEFER MADNESS ist bei uns in der Torstrasse erhältlich!


"Der Duft, der großen weiten Welt..."

Video: Inside ACTION COMICS # 1000



...nach der Vorstellung der Neuheiten der Woche folgen (ab ca. 4. Minute) 
kurze Statements von an "Action Comics" # 1000 
beteiligten Künstlern, wie etwa
Brian M. Bendis, Dan Jurgens, Scott Snyder, Marv Wolfman u.a.!
(...bemerkenswert übrigens , was B.M.Bendis über Autor Mark Waid's
"Superman: Birthright" zu sagen hat - am Ende des Videos!)

Mittwoch, 18. April 2018

DC PREVIEWS # 1 - MAY 2018 online

DC Entertainment hat -ähnlich wie Marvel oder z.T. auch Image Comics- den "Previews"- Haupt-Katalog verlassen.

Der aktuelle (und zugleich erste) "DC PREVIEWS" Katalog (Coverdate May 2018) mit allen Neuerscheinungen ab Juli 2018 wird in gedruckter Form nur als Beilage des regulären "Previews" erhältlich sein!

Wer sich den Erwerb des voluminösen Haupt- "Previews" ersparen will, bzw. sich nur für die DC Neuheiten interessiert, kann den 100-seitigen Katalog aber auch HIER! komplett und gratis online einsehen.

Leder- / Masken- Fetisch-Hochzeit in Wayne Manor
Der gedruckte PREVIEWS (inklusive DC Previews, Image Plus & Marvel Previews) ist im UNFUG ab kommenden MIttwoch (25.04.) erhältlich.

update / "A Symbol Of Hope": Entwicklung und Geschichte des "S" - Schildes



Superman's "S" Emblem, ein stilisiertes rotes "S" innerhalb eines gelben, diamantförmigen Schildes (der rot umrahmt ist), dürfte wohl eins der bekanntesten "Icons" weltweit sein... (egal, ob man nun auf "unserer" oder einer von DC's unzähligen Parallel-Erden lebt).


Fragt sich nur, wer dieses Symbol eigentlich erfunden und gestaltet hat...

Die Superman Erfinder Jerry Siegel und Joseph Shuster ließen sich für ihren neuen Helden das "S" auf Brust und Cape, die keck in die Stirn fallende "S"-förmige Haarlocke, und auch die enganliegenden roten Sporthosen (die Clark fortan zusätzlich über seinem Kampfanzug trug) einfallen.

Aber quasi jedes Medium, das fortan die Abenteuer des Stählernen adaptierte, lies sich eine andere Erklärung einfallen, woher das "S" auf dem Kostüm eigentlich herstammt. ...und in den Comic-Geschichten selbst, wurde der Ursprung des "S" mehr oder weniger regelmäßig dem jeweiligen Publikumsgeschmack bzw. Zeitgeist angepasst...



Bei seinen allerersten Comic-Auftritten im Jahre 1938 wechselte das "S" auf Superman's Kostüm mehrmals das Design (siehe hierzu die Graphik - Übersicht am Ende dieses Beitrags!), wie auch manch andere Details seines Kostüms (so trug er beim Erst-Auftritt tatsächlich noch geschnürte Sandalen an Stelle von Stiefeln!)

Tatsächlich erhielt der "S"-Schild in den Comics erst ab ca. 1944 eine einheitliche Optik, die er dann fortan beibehalten sollte (Ausnahme: in ausgewählten Storylines wie etwa "Elseworlds"- Stories).



der erste "Superman" - Darsteller Ray Middleton bei einem öffentlichen 
Promo-Auftritt 1939, anläßlich der "New York World Fair"

Für den ersten großen Werbeauftritt der damals noch völlig neuen "Superman" Figur, designte man daher ein Kostüm, auf dem zusätzlich zum "S"-Schild auch noch der komplette Name im Wappen-Schild genannt wird (siehe Foto oben).

Für die 17 Oscar-nominierten "Superman"- Zeichentrickfilme der Paramount- bw. Famous- Studios designten die Fleisher Brüder einen neuen "S"-Schild (der wiederum Jahrzehnte später Comic Künstler Alex Ross zu seinem Redesign des Supie- Emblems innerhalb der "Kingdom Come" - Reihe inspirierte).





In einer von Siegel & Shuster selbst gestalteten Story in "More Fun Comics" # 101 (1945) erklärt ein ca. achtjähriger "Superboy" dem Leser, wie und warum er sich sowohl sein Kostüm wie auch das Brust- & Cape-Symbol gestaltete...

( Die frühen "Superboy" -Stories der 40er und 50er Jahre lesen sich zwar herrlich naiv, sind allerdings auch voller  Widersprüche zu in den "Superman"-Stories gezeigten Ereignissen (weil: damals war es noch nicht üblich, das sich Autoren und Redakteure unterschiedlicher Heft-Reihen untereinander absprechen, selbst wenn in den verschiedenen Reihen die gleichen Charactere auftauchten). So spielen die frühesten "Superboy" Stories noch nicht im Städtchen "Smallville" sondern in einem namenlosen "Vorort von Metropolis"; Clark's Pflegeltern tauchen meist nur am Rande auf; Superboy läuft auch als Clark ohne Brille im Ort herum, ohne das er wiedererkannt wird usw... )


Auf jeden Fall liest sich diese Erklärung der Herkunft des "S" in "More Fun Comics" extrem naiv (auch wenn sie vom "Superman"-Erfinder persönlich stammt).


In späteren "Superboy" - Geschichten gibt es auch "alle Jahre wieder" erneute Schilderungen, wie Clark's Adoptiv-Mutti Martha Kent ihrem Sohn das Kostüm zusammennähte (nämlich aus den Decken in denen er eingewickelt in der Rakete lag, die ihn einst zur Erde brachte).


Zumindest viele amerikanische Fernseh-Zuschauer konnten ab 1952 innerhalb der sehr erfolgreichen "The Adentures Of Superman" Fernseh-Serie verfolgen, wie Ma Kent ihrem Sohn Clark sowohl das Kostüm wie auch das "S"-Emblem entwarf bevor er nach Metropolis umzieht... So geschehen in der Pilotfolge der Show. 

"The Adventures Of Superman"


"Superman: The Movie" (der weltweit 1978/79 in die Kinos kam und kurzzeitig einer der zehn erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten war!) lieferte erstmals eine science fiction-lastige Erklärung sowohl für Kostüm wie auch den "S"- Schild.

Im Kinofilm stellt sich heraus, das es sich bei diesem Symbol tatsächlich NICHT um ein "S" handelt; vielmehr ist es das kryptonische Familien-Wappen des Hauses "El" (wie in "Jor-El", Kal-El" usw.), das nur zufällig auch wie der irdische Buchstabe "S" aussieht. (Hintergrund: Tatsächlich wurde dies aber wohl nur so in's Drehbuch geschrieben, weil "Jor-El"- Darsteller Marlon Brando nur bereit war im Film mitzuwirken, wenn auch er selbst den "S"-Schild im Film tragen darf... Das dürfte Mr. Brando zu einem Fanboy-Deluxe machen.)



In der Film-Story ist es schließlich Lois Lane, die nach ihrer ersten Begegnung mit dem Stählernen nach einem knackig-klingenden Namen für den Helden sucht, der sich ihr gegenüber lediglich als "ein Freund" vorstellte, um dann hinfortzufliegen. Sie assoziierte den (scheinbaren) Letter "S" auf der Brust ihres Lebensretters mit dem nickname "Superman".
 
links: Clark mit Shirt der "Smallville Highschool"

In der Jubiläumsausgabe "Action Comics" # 500 (1979) wird schließlich erklärt, das nicht Martha sondern Jonathan Kent das "S" entwarf.... dies geschah wohl, um auch dem Pflegevater eine größere Rolle in der Superman Saga als bisher zuzusprechen. (und das dies im Widerspruch zu älteren "Superboy" Stories stand, schien auch niemanden zu stören, denn damals waren ältere Original-Hefte den jüngeren Lesern und Sammlern kaum zugänglich, und Buch-Editionen mit kompletten Nachdrucken existierten auch noch nicht in der Form -und Menge!- wie wir es heutzutage gewohnt sind.)

Die deutsche Fassung dieser Geschichte veröffentlichte der Ehapa Verlag in "Die Legenden Der Grossen Superhelden, Band 1: Superman".


In "Superman Annual # 10" (1984) erfährt der Leser eine weitere Version der Herkunft des "S"; Pa Kent hat das Design erträumt (!) ...

Wohl um die Entstehung des Letters / Logos mehr in Einklang mit der Origin wie in "Superman: The movie" zu bringen, ersannen die Autoren eine mehr außerirdische Entstehungsstory...

Jonathan Kent stellte eine Art "psychischer Verbindung" zum legendären "Sword of Superman" her, welches gemeinsam mit dem kompletten Rest des DC Multiversums beim Big Bang geformt wurde...

Besagtes "Sword of Superman" schwebte Jahrtausende durch das Universum, bis es in Kontakt kam mit Superman. (Eine deutschsprachige Veröffentlichung gab es damals im "Superman Superband" Nummer 26  des Ehapa Verlags.)



Im Nachklapp der "Crisis On Infinite Earths" Maxi-Serie durfte ab 1986/87 John Byrne die Herkunft von Superman komplett modernisieren und von Story-Ballast (der sich nun mal innerhalb von fünf Jahrzehnten aufgetürmt hatte) befreien. Dies geschah innerhalb einer sechsteiligen Mini-Serie namen  "The Man of Steel" (nicht zu verwechseln mit der aktuellen -auch sechsteiligen- Mini-Serie von B.M. Bendis!).

In Jahre später veröffentlichten Interviews, gab Byrne zu, das er seiner Version des Planeten Krypton am liebsten die Optik aus "Superman The movie" gegeben hätte, ihm dies aber damals noch aus rechtlichen Gründen von Warner verwehrt wurde (tatsächlich durften DC Comics -und andere, später entstandene  Supie-Verfilmungen die Optik der 70er/80er Jahre Kinofilme erst ab den 2000er Jahren nutzen. Dies führte dazu, das ab den 2000er Jahren z.B. die "Fortress Of Solitude" in Comics (aber z.B. auch in der "Smallville" tv-serie) endlich so kristallin aussah wie in den klassischen Kinofilmen).


Aber auch so wirkte Byrne's Version von Krypton wie ein (gefühls-)kalter, steriler Planet (oder wie es die "Elfquest" - Co-Erfinderin Wendy Pini 'mal ausdrückte: "Byrne hat ein Krypton kreiert, das es verdient hat unterzugehen.")

In der Byrne Version der Superman Origin hat erneut (wieder) Clark selbst das "S" logo gestaltet, während ihm Ma Kent das Kostüm nähte; diesmal allerdings aus ganz normalem irdischen Stoff, der durch Superman's "unverwundbare Aura" unzerstörbar wurde. Da sein Cape aber nicht -wie der Rest des Kostüms-  eng am Körper anlag  -und somit ungeschützt außerhalb dieser "unverwundbaren Aura" lag bzw. flatterte-  sorgte dies über viele Jahre hinweg für die Situation, das Supie nach Einsätzen desöften sich bei seiner Mutter neue Ersatz-Capes nähen lassen mußte...

 

Innerhalb der vier Jahre (1988-92) gesendeten "Adventures of Superboy" tv-Serie kollidierten schließlich sich widersprechende Versionen der Herkunft von Kostüm und "S" Logo.

In der via Rückblende geschilderten Episode "Countdown to Nowhere" trifft Superboy erstmals Lana Lang (und fängt sie auf, nachdem Terroristen sie aus einem Helikopter schmissen). Hierbei trägt er bereits Kostüm (mit "S"-Schild) und stellt sich ihr als "Superboy" vor. Da diese "Superboy"-Serie aber eigentlich als Vorgeschichte zu den Kinofilmen konzipiert war, ergaben sich hier Widersprüche zur Origin wie in "Superman The movie" gezeigt  (siehe oben).

Diese Widersprüche in Bezug auf Entstehung von Kostüm, "S"-Logo und anderen Details zogen sich leider auch durch spätere Episoden der Serie.  DC Comics erklärten innerhalb von "Adventures of Superboy Special # 1"  die komplette TV-Serie schließlich zu "ersten Schreibversuchen eines jungen angehenden Journalisten namens Clark Kent" und somit ohne direkten Bezug zu den Kinofilmen.






Im September 1992 wurde  Dean Cain zum aktuellen "live action" Superman in "Lois & Clark: The New Adventures of Superman". Hier designt ihm Ma Kent den Kampfdress (in einer Sequenz, die ganz wunderbar entsprechende Szenen aus Byrne's "Man Of Steel" Mini-Serie adaptiert, unterlegt mit "Holding Out For A Hero" von Bonnie Tyler!). Zum Schluß näht sie ihm das "S" Emblem auf das Kostüm, das Pa Kent in der Rakete fand, mit der Kal-El / Clark zur Erde geschickt wurde...

Am Ende des Pilot-films ist es schließlich Teri Hatcher's Lois Lane die das (offensichtlich kryptonische) Symbol als "S" deutet und daraus den Namen "Superman" ableitet...


In der ab 1996 produzierten, erfolgreichen "Superman: The Animated Series" offenbaren Ma & Pa Kent ihrem zum Teenager herangewachsenen Sohn Clark das er offensichtlich ein Außerirdischer ist. In der dreiteiligen Pilot-Folge "Last Son of Krypton" geben sie ihm eine Schachtel die mit einem merkwürdigen Symbol versehen ist. Diese fanden sie -zusammen mit Kal-El / Clark- in der Rakete die ihn zur Erde transportierte... Als Clark die Box berührt, wandelt sich das Symbol darauf in das uns bekannte "S" Emblem und Clark lernt telepathisch von seiner kryptonischen Herkunft.
 


John Ostrander's 12-teilige Maxi-Serie "The Kents" aus dem Jahr 1999 schildert noch eine andere Herkunft des "S". In "The Kents" gehen Clark und sein Adoptiv-Vater Jonathan alte Briefe, Aufzeichnungen und Artifakte durch, welche sie auf dem Speicher ihrer Farm gefunden haben.  Die Schriftstücke und Gegenstände schildern das Leben der ersten Kents die sich vor mehreren Generationen in Smallville, Kansas ansiedelten. Zu den Artifakten gehört aber auch eine gewebte Decke von indianischem Design, die ein Diamant-förmiges Emblem mit einem krude aussehenden "S" ziert..

Wie sich herausstellt, gehörte diese Decke einst der zur Kent Familie gehörenden Mary Glenowen, die zu einem Teil indianischer Abstammung war (also "Native American" / amerikanische Ureinwohner ) . Ihrem zukünftigen Gatten Nathaniel Kent erläutert sie, das eine jede der fünf Diamant-Seiten für einen der Irokesenstämme steht und das vermeintliche "S" eine Schlange darstellt (ein Symbol der Heilung)...


Aber auch diese (Western-hafte) Version  der Origin des "S"-Schildes steht im krassen Widerspruch zum (zu dieser Zeit in den Comics) etablierten Kanon, was die Produzenten und Autoren der "Smallville" TV-Serie nicht davon abhielt, zumindest einzelne Elemente (inhaltlich und optisch) aus "The Kents" in ihrer Show mitzuverwenden...

Smallville: Dr. Swann (Christopher Reeve) zeigt Clark kryptonische Texte


TV's Mega-Hit "Smallville" (2001 - 2010) schildert die Geschichte des Helden, BEVOR er offiziell zum Super-Helden wird.

In der Episode "Rogue" (aus Season 1) erklärt der achtzehnjährige Lex Luthor seinem (zu diesem Zeitpunkt noch) Kumpel  Clark, warum er ein so großer Bewunderer von "Alexander, dem Großen" ist. Dabei erwähnt er auch, das "Alexander" stets einen Brustpanzer trug, wenn  er in seine Schlachten zog; und dieser Brustpanzer war mit einem "S" aus Juwelen verziert - und laut Lex stand das Symbol für "the design symbolizes strength and courage."

Der fünfzehnjährige Clark antwortet irritiert und ironisch zugleich: "I can't exactly see myself going into battle with that on my chest." 


In späteren Staffeln der "Smallville" Serie tauchen immer mehr kryptonische Symbole auf; so z.B. in den indianischen Höhlen nahe der Kent-Farm (diese widerum wurden einst im Superman Kanon etabliert in "I Can't Go Home Again" in "Superman" Vol.1 # 270), auf einem octagonal geformten Kryptonischen Metall-Chip, der sich später als "Schlüssel" zu verschiedenen kryptonischen Artifakten herausstellen soll (wie etwa zu Kal's Rakete bzw. deren Computer- & Holo-System) und auch wenn jemand / etwas vorgibt sein leiblicher Vater Jor-El zu sein (Auslegungssache: 100%ig wurde das innerhalb der Serie nie geklärt) und ihm ein kryptonisches Symbol auf die Brust brennt... 



2002 beauftrage DC den bekennenden Superman-Fan & -Sammler Mark Waid ("Kingdom Come") die erste neue, moderne "Superman" Origin (nach Byrne's "Man Of Steel") zu konzipieren.

"Superman: Birthright" übernimmt erstmals in den Comics die Erklärung aus den Kinofilmen, woher das "S" Emblem herstammt und für was es steht! ...und wie bereits in der "Smallville" TV-Serie gezeigt, steht das "S"- Symbol hier nicht nur als Familien-Wappen des Hauses "El", sondern stellt zugleich das kryptonische Symbol für Hoffnung dar.




Innerhalb von "Birthright" erklärt Clark seinen Adoptiv-Eltern:
"At first, I thought it (the emblem) was a family crest of some sort - but if it was, it certainly came to mean more than that to these people. Wars were fought over it. Entire cities were built on it. Over the course of time, it became a... a promise. A sign of people fighting to make a better world. A symbol of hope."

...womit Clark im Grunde genommen hier bereits Story-Elemente erläutert, die das geneigte US-Publikum seit kurzem auch innerhalb der "Krypton" TV-Serie des SyFy Channels erleben kann.




Superman ist eine Figur mit langer (und z.T. widersprüchlicher) Geschichte. Aber er ist zur Ikone geworden. Ebenso wie sein Symbol.


Dienstag, 17. April 2018

"Kleider machen Leute!": Der "Cover Trade Dress" der einzelnen ACTION COMICS # 1000 Ausgaben

...in den Vorschauen auf die tausendste Ausgabe gab es die verschiedenen Titel-Motive der Künstler bisher nur "pur" zu sehen (also ohne die Ära-typischen Schriftzüge etc.). 

DC hat nun (endlich) die diversen "Action Comics" # 1000 Variant Covers mit "trade dress" online veröffentlicht (d.h. mit den Titel- und Verlags-Logos, die der jeweiligen Ära des Titelmotivs entsprechen; für jedes Jahrzehnt mit Supie ein Cover-Motiv). 

Die Covers sehen dadurch jetzt tatsächlich aus, als wären sie per Zeitmaschine aus dem jeweiligen Jahr zu uns transportiert worden (finde ich)!

...alle ab Mittwoch bei uns in der Torstrasse erhältlich!

30er Jahre Variant (Steve Rude)

40er Jahre Variant (Michael Cho)

50er Jahre Variant (Dave Gibbons)

60er Jahre Variant (Mike Allred)

70er Jahre Variant (Jim Steranko)

80er Jahre Variant (Josh Middleton)

90er Jahre Variant (Dan Jurgens)

2000er Jahre Variant (Lee Bermejo)



2010er Jahre / regular (Jim Lee)

Montag, 16. April 2018

Brian M. Bendis, Dan Didio & Co. in der New York Times: "Truth, justice and the American way are under siege..."

Die Business Day Section der renommierten "NYT" hat einen informativen Artikel zu DC Entertainments Planungen zu Superman's 80. Geburtstag veröffentlicht.

In dem ausführlichen Beitrag kommen unter anderem (natürlich) der neue Autor der beiden Supie-Hauptserien, der Ex-Marvel- Schreiberling Brian Michael Bendis, aber z.B. auch DC Obermotz Dan Didio oder Jim Lee zu Wort.


ab Juli: das DC NATION magazine # 1


Einige wenige Auszüge im O-Ton:

There’s no denying the effect Mr. Bendis had on the Disney-owned Marvel, but also on popular culture. He reinvigorated Daredevil, restarted the Avengers in 2004 and introduced Jessica Jones, the dark, foul-mouthed superpowered private investigator who is now known by millions of binge watchers through her onscreen adaptation on Netflix

That same streaming service also features Luke Cage, who bears an uncanny resemblance to Mr. Bendis’ interpretation of the street-level hero.  

“There are very few creators who can be an impact player from the moment they walk in the door,” said Jim Lee, the DC co-publisher. “And Brian is one of those people. As soon as he walked in, you knew he was going to make a difference. Not only the attention he brings, but the quality of story he tells.” ...




ab Juli: SUPERMAN (Vol. 5) # 1, regular cover

Comic Reader are the ones  
with the early access fee 
to get into what’s going to be hot

.... John Jackson Miller, a comic book writer and former trade magazine editor who tracks industry circulation for comichron.com, points out, the death of the medium is a myth — for now. From 2011 to 2016, there was intense growth in sales across print and digital — largely because of individual comic books acting as a serial outlet for graphic novels.  

In 2016, sales in the industry hovered around $1.08 billion. And while numbers for last year are expected to show a decline in overall sales (most notably with Marvel), those numbers will still exceed $1 billion. ... 

“Comics readers — the ones buying the monthly comics — are the focus group,” Mr. Miller said. “They are the ones with the early access fee to get into what’s going to be hot, what’s going to be in theaters, in video games, in Netflix shows.” .... 

...“Even if Superman is not our best seller,” Mr. DiDio said, “the success and the positioning of the company works because of Superman. If Superman is working well, the entire line seems to be working well. If it’s not working well, then it seems like something’s out of whack. It’s intensely important for us to make sure that the Superman franchise is in good hands....


ab Juli: ACTION COMICS # 1001, regular cover

Der komplette Beitrag ist HIER zu finden!