Dienstag, 11. Januar 2011

Gelbe Neuigkeiten von NEIL GAIMAN



Foto via "Bleeding Cool"

"Bleeding Cool" hat (knappe) News zu Neil Gaiman's (Vertigo- "Sandman") absolvierten Gastauftritt in der z.Zt. in Produktion befindlichen Staffel von "THE SIMPSONS"!

In der Episode "The Book Job" spielt er sich selbst. Einen ähnlichen (gemeinsamen) Auftritt hatten vor geraumer Zeit bereits Autoren-Kollegen Alan Moore, Daniel Clowes und Art Spiegelman hingelegt...

Außerdem:

Diverse US- & UK-Comic-News-Websites (z.B. diese hier) präsentierten in der vergangenen Woche Fotos von Neil Gaiman's Hochzeit.

Sonntag, 9. Januar 2011

Gratis-Comic-Tag 14. Mai 2011 - hier die ersten 31 Cover!

aktuelle Infos immer auf -> www.gratiscomictag.de

Samstag, 8. Januar 2011

Daniel Clowes - Wilson [Eichborn] Melancholie als Lebenskonzept?


Erfreulicherweise hat mit Daniel Clowes einer der ganz Großen des melancholischen Comics gegenwärtig eine Renaissance in Deutschland. Wilson erscheint bei Eichborn und David Boring bei Reprodukt. Clowes erzählerisches Genie wurde durch die Verfilmung seines Comics Ghost World (mit der damals noch völlig unbekannten Scarlett Johansson) weltbekannt.

Er kann ohne Zweifel als der Woody Allen der gezeichneten Geschichten bezeichnend werden. Sein Personal ist eigensinnig, sozial auffällig und nicht selten neurotisch.

Und genau in diese Kerbe schlägt auch der Protagonist seines nun in deutsch vorliegenden Comics. Wilson ist ein melancholischer Eigenbrötler, ein moderner Egomane ohne ausgeprägte Bindungsfähigkeit oder soziale Emphatie.

Er macht seinen Mitmenschen das Leben durch seine Launen und Grillen zur Hölle, ist besserwisserisch, selbstvergessen und nur durch seiner eigenen Weltsicht begeisterbar, alleine sein Hund bereitet ihm Vergnügen, an Menschen hat er schon lange jegliches Interesse verloren.

Wilson funktioniert als Fortsetzungsgeschichte, in 70 Einzelseitenstrips kartographiert er das Leben und Leiden eines einsamen Mittvierzigers, der sich nach dem Tod seines Vaters auf die Suche nach seiner Exfrau begibt.

Hierbei entdeckt er dass er eine halbwüchsige Tochter hat und in einer plötzlichen Anwandlung von Geselligkeitssinn will er die Familie wieder zusammenbringen - ein Versuch, der nur fürchterlich scheitern kann.

Clowes gelingt es, in diesen lakonischen, tragischen Comic, eine Figur zu entwickeln, die man nicht so schnell vergessen wird, es wird eine berührende Geschichte erzählt, frei von Plüschigkeiten und Verniedlichungen. Er seziert die Einsamkeit des nur vordergründig zufriedenen Egomanen leise, aber kaltblütig und vermisst somit den Sehnsuchtsraum eines jeden Einzelnen nach Geborgenheit und Halt völlig neu.

Die Stripsammlung lebt von ihrer absurden Komik, bei der sich Wilson immer weiter ins soziale Abseits rückt, weil er jegliche Begabung eingebüßt hat sich auf andere Menschen einzulassen oder ihnen nur zuzuhören.

Der eloquente Welterklärer ist so gesehen nur ein blinder Tor, der jegliches Maß verloren hat. Und gerade das Nichtauflösen dieses Konfliktes macht diesen Comic zu etwas besonderem. Käuflich erwerbbar ist diese wunderbare Lektion in Demut in beiden Filialen für 19,95 Euro (HC).

"Real Life Superheroes"...


Er sieht aus, als käme er gerade von einem Film-Set! Phoenix Jones reiht sich neben Spider-Man und Batman ein, allerdings enstammt dieser Superheld der Realität. Gemeinsam mit acht weiteren bildet er die 'Real Life Superheroes', einen Kreis von Leuten, die bewaffnet und in Kostümen auf Verbrecherjagd gehen. Nun bekommen Phoenix Jones und seine Crew ein wenig mehr Aufmerksamkeit, denn dem maskierten Wohltäter ist es gelungen, einen Autodieb bei seiner Tat in Seattle zu stellen und in die Flucht zu schlagen noch ehe der Besitzer die Polizei rufen konnte. Dass die Superhelden mit Elektro-Schockern und Pfefferspray durch die Gegend laufen dürfte der Justiz nicht unbedingt gefallen. Kurios ist, dass er sich ausgerechnet hinter einer Geheimtür in einem Comic-Laden verkleidet. 'Kick-Ass' lässt grüßen, man kann nur hoffen, dass die Sache den Herren nicht über den Kopf wächst.

Freitag, 7. Januar 2011

Eine hinreißende Liebeserklärung.

Das charmante Maria und ich von Maria Gallardo & Miguel Gallardo ist schon ein älterer Titel, aber die gestrige FR-Rezension Welterschließende Kraft von Christian Schlüter verlinkt auf diesen schönen Clip über die Kommunikation zwischen einem zeichnenden Vater und seiner autistischen Tochter:


To develop a better awareness about autism in society, the Orange Foundation has produced Maria's journey, a short film clip by the artist Miguel Gallardo, father of an autistic daughter. Maria's journey is a small excursion into the inner world of an adolescent who has autism, a journey full of colour, love, creativity and originality, beginning with the understanding of her parents who see their daughter behaving differently before getting confirmation of the diagnosis: Autism.

Maria verfügt über einige außergewöhnliche Begabungen, vor allem kann sie sich die Namen aller Menschen merken, die sie jemals kennengelernt hat, selbst wenn die Begegnungen nur flüchtig waren.

Wenn sie dich lieb hat, kneift sie dich. Wenn sie dich nicht lieb hat, kneift sie dich auch. Oft tut Maria Dinge, die fremde Menschen nicht verstehen können.

Maria und ich

Maria Gallardo & Miguel Gallardo
68 Seiten, zweifarbig, 24 x 17 cm, Hardcover
ISBN 978-3-941099-28-9
EUR 14,00

STAR WARS SAGA Blu-Ray Trailer

Ab September 2011 auf Blu-Ray (in allen Regionalcodes - A, B + C - ): die Komplettbox mit allen sechs Episoden (auf 6 Discs) der STAR WARS SAGA enthält drei Zusatz-Discs mit etwa 30 Stunden z.T. unveröffentlichtem Bonus-Material...

(wohl auch erhältlich für Cineasten als "Original Trilogy" Box mit den klassischen Episoden IV, V + VI , wie auch als "Prequel Trilogy" Box für Masochisten mit den Episoden I, II + III).



c) 2011 LFL & 20th Cent. Fox Home Entertainment

...und hier noch ein Link der zu anderen Star Wars - Blu-ray -Trailern führt (auch Interview-Clips, US-Promos etc.)!

Donnerstag, 6. Januar 2011

Sprechblasen & Gimmicks

Heute erreichte uns diese Nachricht der Herausgeber der Sprechblase, die wir hier gerne im Original veröffentlichen:


Eine Nachricht an die Comichändler!

Hallo Leute,

es gibt einige Comichändler, die sich beschwert haben, dass der neuen SPRECHBLASE ein Gimmick beigelegt wurde – ein Sonderdruck von Helmut Nickel, den die Händler nicht bekommen haben. Der Anlass dafür ist folgender:

Mit der Nr. 218 endeten sehr viele Abos – vor allem die vielen 8er-Abos, die damals bei unserem Start, mit der 211, begonnen haben. Viele Leser haben ein neues Abo begonnen, aber etliche auch nicht (hat oft mit Bequemlichkeit zu tun, auch Todesfälle und wirtschaftliche Probleme spielen dabei eine Rolle). Auf jeden Fall klaffte hier eine schmerzliche Lücke, so dass es einfach notwendig war, etwas dagegen zu unternehmen!

Und was kann man schon anderes tun, als ein Abo-Gimmick zu produzieren, das nur die Direktabonnenten bekommen? Das hätten Sie doch sicher auch getan, nicht? Oder fällt Ihnen eine bessere Lösung ein?

Im übrigen ist eine Abo-Aktion doch die normalste Sache der Welt. Nehmen Sie nur z.B. den "Spiegel", der hat regelmäßig welche. Auch DIE ANDEREN DEUTSCHEN COMICMAGAZINE, bzw. FACHMAGAZINE HABEN ABO-AKTIONEN, z.T. sogar bei JEDER Ausgabe!!!!!!!! Oder nehmen Sie die "Lustigen Taschenbücher", da gibt es zur Zeit 14 verschiedene Abo-Prämien, wie mir gesagt wurde!

Warum also darf das ausgerechnet die SPRECHBLASE nicht tun? Zumal es sich hier um eine AUSNAHME-AKTION handelt!!! Das habe ich ausdrücklich im Vorwort der Nr. 220 betont!

Der einzige Grund, warum manche Händler uns daraus einen Vorwurf machen, dürfte sein, dass die Abo-Gimmicks beim Hethke Verlag auch die Händler bekamen und auch wir bei unseren früheren Abo-Aktionen in der hethkeschen Weise agierten. Doch das ist eine völlig unübliche Vorgangsweise, denn es liegt doch auf der Hand, dass solche Gimmicks dem Hersteller keinen einzigen zusätzlichen Abonnenten bringen. Demzufolge haben uns die CARNERA-Piccolos, die wir früher beilegten und auch den Händlern zukommen ließen, zwar viel Lob eingebracht, doch ansonsten nur Geld gekostet.

Warum hat sich Hethke das leisten können? Weil er eine total andere Operationsbasis hatte! Für ihn war das Magazin der Werbeträger für ein teures Nachdruckprogramm! In unserem Fall können jedoch keine großen Gewinne erzielt werden. Unsere SPRECHBLASE lebt vom Idealismus und Dauereinsatz der Mitarbeiter – natürlich auch von der Unterstützung der Leser, die dafür das beste Magazin bekommen, dass uns möglich ist! Hinter jeder Ausgabe steckt ein enormer Aufwand!

Dann hoffe ich, dass jene Händler die verstimmt waren, die Situation nun besser verstehen. Wie gesagt, die Beilage ist eine AUSNAHME-AKTION!!

Herzliche Grüße aus Wien
Gerhard Förster

PS: ACHTUNG!! Für sich selbst kann jeder Händler gerne ein Gratisexemplar des Nickel-Sonderdrucks anfordern! Kein Problem!