Donnerstag, 18. August 2022

S k l a v e n t r e i b e r ! ! !

Ich muss mal was anprangern. Ganz schlimm. Wirklich, also das ist doch...  F I E S !!!

Nicht nur, dass ich ein-, zweimal die Woche im Unfug stehe, umzingelt von Comics, Mangas und Merchandise und dafür auch noch bezahlt bekomme, jetzt soll ich das auch noch LESEN?!?

Schaut Euch den Stapel an, den Cheffe mir letztens mitgeben wollte:

Menno! Ich will auch mal FREI haben und in Ruhe meine Steuererklärung machen. Und die Wohnung putzen. Und die Geruchsverschlüsse an allen Waschbecken reinigen. Jetzt bleibt das WIEDER alles liegen.

Nach harten Verhandlungen konnte ich ihn auf "Ran und die graue Welt" runterhandeln. Den Rest muss ich dann wohl mal auf Arbeit lesen, wenn's etwas ruhiger ist. ÄCHZ.

Mittwoch, 10. August 2022

einfach – nee, auch doppelt! – gut: Blue Spring Ride

Schade eigentlich, dass es keinen Sinn macht, sich einen Manga, den man schon hat, noch mal zu kaufen. Würde es das, stände dieser hier ganz oben auf der Liste:

Blue Spring Ride 2in1 01

Blue Spring Ride von Io Sakisaka. Haaaah... der ist so großartig. Warum? Erst einmal Futaba. Mit dem Wechsel in die High School will sie einen Neuanfang wagen. Denn im letzten Jahr der Mittelschule hat ihr gutes Aussehen und freundliches Wesen dazu geführt, dass sie bei den Jungs immer beliebter wurde. Das führte im Gegenzug aber dazu, dass sie bei den Mädchen unten durch war.

In der neuen Schule will sie nun unbedingt ein ähnliches Schicksal vermeiden und gibt sich daher übertrieben burschikos. Damit die Jungs sie nicht wieder für Freundinnen-Material halten. Dieser Plan geht zunächst auf, denn Futaba gelingt es, sich mit einigen Mädchen anzufreunden. Dann aber geht er nach hinten los, als ihr plötzlich Kou gegenübersteht. Der Klassenkamerad ihrer ersten Mittelschuljahre zog weg. Gerade, als die beiden sich etwas näher kamen. 

Für Kou schlägt ihr Herz immer noch – allerdings für den von früher. Und der schien mal das gleiche für sie zu empfinden. Doch der jetzige Kou hat einen anderen Nachnamen und gar nichts mehr von dem netten Jungen von damals. Wie genau es dazu kam, wird nach und nach offengelegt. Futaba und Kou werden auch wieder so etwas wie Freunde, aber so richtig schlau wird sie nicht aus ihm.

Was ich an diesem Manga so mag, sind (neben Futaba und Kou selbst natürlich) die Momente, in denen sie sich näherkommen. Obwohl nichts wirklich passiert, schlagen da die Funken! Keine Ahnung, wie Io Sakisaka das macht, aber da gibt's beim Lesen echt Gänsehaut und man möchte einem von den beiden den entscheidenden Schubser verpassen, der die Sache besiegelt. Aber Geduld ist ja eine Tugend...

Wer noch nicht weiß, ob die beiden schlussendlich zusammenkommen, dem sei Blue Spring Ride hiermit ans Herz gelegt.






Montag, 8. August 2022

Kochen o shimasu!

 

Das es das im Unfug mal gibt, hätte wahrscheinlich keiner vermutet. Aber so sieht sie aus – unsere neue Koch.buch.ecke:


Wer schon immer mal was Japanisches brutzeln (oder backen!) wollte, sich bislang aber noch nicht mangels sachdienlicher Anleitungen an das Unterfangen herangewagt hat, kommt nun zum Zug.

Unseren Klassiker, das Manga-Kochbuch Sauerkraut und Sojasauce kennen einige von Euch ja vielleicht schon. (Daraus ist übrigens der Zitronenpfeffer sehr zu empfehlen – den haben mein Mann und ich u. a. schon mal nachgebastelt und waren begeistert.) Die gerade frisch eingetroffenen Manga-Kochbüchern (aus deren Reihe es auch ein zuckersüßes Backbuch gibt, siehe links oben) konnten mangels Zeit noch nicht durchgetestet werden. 

Ein erstes Reinblättern ließ mir aber schon mal das Wasser im Munde zusammenlaufen. Mjam mjam. Und damit das Auge nicht zu kurz kommt, sind die Anleitungen – neben den Fotos der fertigen Gerichte – auch mit einigen Minimangas dekoriert.

Übrigens: Wer lieber ein Festbankett à la Obelix, Kinderkompatibles aus Entenhausen oder Seebärenmenüs nach Art von One Piece zaubern will, auch dem können wir dienlich werden. :-) Na dann, Kochschürze an und los!

Donnerstag, 4. August 2022

anatomischer Wunderpunk: Teleportation Inc. (und Switch me on!)

Ich habe ja ein kleines Faible für Steampunk. Und fürs Übersetzen. Und für den Film Lost in Translation. Alles gute Gründe, sich Teleportation Inc. mal etwas genauer anzusehen. Oder?

Teleportation Inc.

Lubia Thorel ist Agentin der GTC, auch Galactic Teleportation Company, universumgrößter Dienstleister für ebenjene Fortbewegungsmethode. Ab und an geht ein teleportiertes Schäfchen verloren und dann kommt Lubia ins Spiel: Sie macht sie ausfindig und übergibt die (meist delinquenten) Problembären an die Behörden. 

Ein von ihrer Firma entsandter Revisor heftet sich an ihre Fersen und über kurz oder lang werden die beiden zu einem Team. Der nächste Auftrag entpuppt sich jedoch als besonders vertrackt und die beiden hangeln sich von einer heiklen Situation zur nächsten. Wer oder was hinter dem Ganzen steckt, ist dabei lange unklar – darüber wird das Lesepublikum genauso erfreulich lange im Dunkeln gelassen wie die Hauptfiguren.

Was aber offenkundig auf der Hand liegt, ist Lubia monströse Oberweite – das Cover gibt schon einen kleinen Vorgeschmack. Dagegen war Lara Croft ein B.r.e.t.t. Aber vielleicht liegt ja auch genau darin auch Lubias Effizienz? Keine Ahnung, was die Herren der Schöpfung da zu verarbeiten hatten... 

Aber immerhin gibt es einen Ausgleich, denn auch der Revisor wurde mit einem besonderen Körperbau bedacht. Bei einer Teleportation hat er nämlich durch einen Fehler im System eine Extremität dazugewonnen. Und diese hat er noch nicht so recht ... im Griff. So hat halt jede*r deren Probleme. Obwohl Lubia bei ihren Extremitäten nicht über Kontrollverlust zu klagen hat. Muahaha und hehehe. Mehr verrate ich aber jetzt nicht. 

Grundsätzlich ist die Geschichte solide erzählt, actionreich und vielschichtig, so dass der Lesespaß nicht zu kurz kommt. Und – kleiner Bonus – bei der Nachbesprechung des Ganzen mit Cheffe hier, ist wieder ein anderes Hupengate eingefallen, über das ich letztens beim Lesen gestolpert bin. Ich hatte schon mit einem Blogeintrag dazu geliebäugelt, das dann aber doch wieder verworfen.

Also wechseln wir kurz die Szenerie und ... beamen uns ins Japan der Jetztzeit. 

Koyori, die Hauptfigur von Switch me on! scheint im bekleideten Zustand wie eine sehr durchschnittliche junge Frau. Bzw. wird wie eine solche gezeichnet:


Alles ganz normal, oder? Wenn sie jedoch mit ihrem Sandkastenfreund Hijiri im Bett landet, dann passieren auf einmal wahre Wunder:


Was ist das da links unten? Eine Aubergine? Ein mit Wasser gefüllter Ballon?? Oder gehört das zu Hijiri??? Das Phänomen dieser wundersamen Verwandlung habe ich durch den ganzen Manga hinweg beäugt, konnte dem Geheimnis aber nicht auf die Spur kommen. Ob da der Redakteur seine Hand im Spiel hatte? Pun intended.

Sachdienliche Hinweise zur Lösung des Rätsels werden gern entgegengenommen.

Oh, und (Klugscheiß-Alarm!) wer sich nach dem Lesen noch wundert, warum der Untertitel von Teleportation Inc. – Lost in Translation heißt ... im Deutschen und Englischen funktioniert leider die zweite Facette des französischen Wortspiels nicht so ganz. Da bedeutet translation nämlich nicht übersetzen (traduction), sondern Transport. Nur – ob der Untertitel Lost in Trans... portation es vermocht hätte, an den Film zu erinnern?